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Insolvenz des Augsburger Start-ups Hye: Cathy Hummels’ Vitaminwasser scheitert trotz großer Versprechen

Getränke-Start-up Hye

Augsburger Start-Up von Cathy Hummels ist pleite

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    Das Getränke-Start-up „hye„ ist vom Augsburger Andre Klan zusammen mit Cathy Hummels gegründet worden. Daniel und Denis Gibisch sind als Investoren eingestiegen. Das Bild zeigt von links: Daniel Gibisch, Cathy Hummels, Andre Klan und Denis Gibisch.
    Das Getränke-Start-up „hye„ ist vom Augsburger Andre Klan zusammen mit Cathy Hummels gegründet worden. Daniel und Denis Gibisch sind als Investoren eingestiegen. Das Bild zeigt von links: Daniel Gibisch, Cathy Hummels, Andre Klan und Denis Gibisch. Foto: Adrian Beck/Hye

    Das Augsburger Vitamin-Getränke Start-up Hye ist pleite. Das Amtsgericht Augsburg hat bereits Mitte September ein Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Münchner Anwalt Max Liebig bestellt. Die Homepage des Unternehmens ist bereits vom Netz.

    Gestartet wurde Hye im Jahr 2021 von André Klan und Cathy Hummels. Klan war zuvor Finanzchef von Little Lunch. Welchen Anteil Hummels hatte, wollte sie nicht verraten. „Wie genau wir das gemacht haben, möchten wir nicht öffentlich sagen. Aber ich bin sehr eng involviert“, sagte sie noch vor wenigen Monaten in einem Interview. Von Little Lunch kommen auch zwei Investoren der ersten Stunde von Hye: Die beiden Brüder Daniel und Denis Gibisch hatten mit dem Suppen-Start-up bereits eine Erfolgsgeschichte geschrieben und beim Verkauf an die Allos Hof-Manufaktur, die zur niederländischen Wessanen Gruppe gehört, viel Geld verdient.

    Verbraucherschützer kritisierten zu große Versprechungen

    Hye sollte sich in einem relativ jungen Getränkesegment durchsetzen und sparte dabei nicht mit wohl klingenden Werbeversprechen. Als sogenanntes Mental-Wellbeing-Getränk sollte das mit Vitaminen und Mineralstoffen versetzte Wasser helfen, den Stresslevel zu senken und die Konzentration zu erhöhen. Die Gründer waren sehr optimistisch und wollten bereits im ersten vollen Geschäftsjahr 2022 die Marke von einer Million Euro Umsatz erreichen.

    Für die offenbar etwas zu vollmundigen Versprechungen kassierte Hye auch eine Abmahnung von foodwatch. In Beiträgen in den sozialen Medien hatte Hye nach Ansicht der Verbraucherschutzorganisation den Eindruck erweckt, das Vitaminwasser wirke gegen Müdigkeit und Kopfweh. Für solche gesundheitsbezogenen Versprechen gelten aber EU-weit strenge gesetzliche Regeln.

    Der Insolvenzverwalter antwortet nicht

    Hye war längst nicht allein in der Getränkekategorie, die mit zugesetzten Vitaminen und Mineralstoffen eine positive Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden versprechen. Die Produkte seien mit Preisen bis zu vier Euro pro Liter sehr teuer und enthielten zudem teils viel Zucker, kritisierte foodwatch.

    Auch der Getränkehersteller Haus Cramer Gruppe, bekannt vor allem durch die Biermarke Warsteiner, war bei Hye eingestiegen. Eine Anfrage unserer Redaktion auf die Frage, ob Marke und Rezepturen des Vitaminwassers künftig ganz unter dem Dach des Unternehmens einen Platz finden könnten, blieb zunächst unbeantwortet. Der Insolvenzverwalter reagierte ebenfalls nicht auf die Anfrage, ob es eine Perspektive für eine Weiterführung des Unternehmens geben könnte.

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