Die Neuaufstellung an der Unternehmensspitze des Bau- und Spezialmaschinenbau-Konzerns Bauer geht weiter. Wie das Unternehmen bekanntgab, scheiden Bastian Fuchs und Klaus Pöllath auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat des Unternehmens aus. Sie sollen ersetzt werden durch Prof. Dr. Peter Bömelburg und Martin Saler als neue Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat. „Ausschlaggebend für ihre beantragte Bestellung der beiden Kandidaten sind deren fundierte fachliche Expertise, langjährige Führungserfahrung sowie ihre profunde Branchenkenntnis“, begründete das Unternehmen die geplante Neubesetzung.
Der Betriebswirt Bömelburg war 30 Jahre bei der Großkanzlei Rödl & Partner tätig, ab 1998 Partner und Wirtschaftsprüfer, ab 2005 Geschäftsführender Partner und ab 2011 weltweiter Gesellschafter mit Verantwortung für internationale Standorte und inhabergeführte Unternehmen. Seit Januar 2025 ist er selbständiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater mit Schwerpunkt auf Unternehmerfamilien. Saler, Jahrgang 1978, hat bei Liebherr Karriere gemacht und war von Juli 2025 bis Januar dieses Jahres Co-Geschäftsführer der Bauer Maschinen-Sparte von Bauer.
Verschleiß an Führungskräften war zuletzt hoch
Nach der Berufung von Dirk Pförtner als Co-Chef der Firmengruppe soll sich das Unternehmen wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren. Seit der Übernahme der Mehrheit an dem Unternehmen durch den Münchner Immobilienunternehmer Alfons Doblinger, Jahrgang 1944, zusammen mit seiner Frau Sabine Doblinger, vor drei Jahren, war der Verschleiß an Führungskräften hoch.
Zunächst musste im Juni 2025 der damalige Bauer-Chef Peter Hingott das Unternehmen von einem Tag auf den anderen verlassen. Es folgte eine Dreifachspitze mit dem Grazer Professor Detlef Heck für den Bereich Spezialtiefbau, dem promovierten Maschinenbauer Martin Thormann für die Maschinensparte und Lena Effinger für Finanzen.
Doch von diesen Dreien ist nur noch Thormann im Amt. Er leitet den Konzern nun mit seinem jüngst ernannten Co-Chef Pförtner. Heck und Effinger haben das Unternehmen ebenfalls sehr rasch verlassen. Der nun aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedene Klaus Pöllath hatte nach dem plötzlichen Abgang von Hingott im Juni 2025 kurzfristig selbst die Unternehmensführung übernommen. Nach der Neubesetzung des Topmanagements mit Heck, Thormann und Effinger kehrte er im August vergangenen Jahres wieder in das Aufsichtsgremium zurück.
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