Wer schon länger auf Bitcoins setzt, der ist das Wechselbad der Gefühle gewohnt: Mal geht es steil bergauf, aber derzeit geht es eher: Ganz steil bergab. Seit April verliert die Kryptowährung immer weiter an wert. Nun hat der Sturzflug deinen Tiefpunkt erreicht: Zum Wochenstart ist der Bitcoin auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2020 gefallen.
Bitcoin Kurs Juni 2022: Absturz nach kurzer Verschnaufpause – Inflation ist schuld
Zwar konnte sich der Wert der bedeutendsten und bekanntesten Digitalwährung zuletzt etwas erholen – doch schon geht es wieder bergab. 26.000 Dollar kostet derzeit ein Bitcoin. Damit ist er rund zweieinhalb Prozent weniger wert als am Wochenende, als der Kurs bereits deutlich nachgegeben hatte. Am Montag sackte der Bitcoin zeitweise unter die Marke von 25.000 Dollar – das ist der tiefste Stand seit Dezember 2020.
Absturz nach Höhenflug: Bitcoin-Kurs seit der Pandemie
In den letzten fünf Jahren hat der Bitcoin um 951,37 Prozent zugelegt – Grund für den extremen Höhenflug war vor allem die Pandemie. Im letzten Jahr verlor er dann allerdings an Wert: Ganze 24,94 Prozent Minus machten Bitcoin-Anleger in den letzten 12 Monaten. In der letzten Woche ging es 15 Prozent bergab – allein in den letzten 24 Stunden fünf Prozent.
Bitcoin & Co: Digital- und Kryptowährungen als Inflationsschutz?
Grund für den Kursverlust in den vergangenen Tagen sind vor allem die am Freitagnachmittag veröffentlichten Inflationsdaten aus den USA. Sie legen eine baldige Zinswende nahe – und seitdem verteuerte sich der US-Dollar kräftig. Damit zogen die Anleiherenditen an; die Kurse der Aktien sackten weltweit ab – genau wie der Bitcoin.
Dabei konnte der Bitcoin trotz Inflation bis vergangenen November zulegen – ähnlich wie andere Digitalwährungen. Experten und Marktbeobachter sahen in Bitcoin & Co. einen sicheren Schutz gegen die Entwertung klassischer Währungen wie den Dollar. Sprich: Der Bitcoin als Schutz vor der Inflation. Dieses Bild hat sich mittlerweile komplett gedreht: Seit dem Bitcoin-Rekordhoch von 69.000 Dollar im November ist er um mehr als 60 Prozent eingebrochen. (mit dpa)