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Corona-Folgen: Wie das Homeoffice die Gewohnheiten beim Einkaufen verändert

Corona-Folgen

Wie das Homeoffice die Gewohnheiten beim Einkaufen verändert

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    Wer im Homeoffice arbeitet, kauft Lebensmittel häufiger in der Nähe seines Wohnorts.
    Wer im Homeoffice arbeitet, kauft Lebensmittel häufiger in der Nähe seines Wohnorts. Foto: Sven Hoppe, dpa

    Das Homeoffice ist eines der Dinge, die von der Corona-Pandemie geblieben sind. Nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts wünschen sich 30 Prozent der Beschäftigten auch weiterhin mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten. Unternehmen planen längst verstärkt mit mobilem Arbeiten. Das verändert nicht nur die Arbeitswelt. Laut einer aktuellen Untersuchung mehrerer Ifo-Forscherinnen und -Forscher hat das längst auch Folgen für den Handel.

    Demnach lagen die Umsätze in den Innenstädten Ende Mai 2022 noch immer zehn Prozent unter dem Vorkrisenniveau. In Wohngebieten, in denen traditionell wenig im Homeoffice gearbeitet worden war, in denen aber seit der Pandemie viel mehr von zu Hause gearbeitet wurde, stieg der Konsum im Gegenzug um bis zu 20 Prozent an. Basis der Untersuchung waren kleinräumige und tagesaktuelle Daten einer Kreditkartenfirma aus den Jahren 2019 bis 2022 für die Städte Berlin, München, Hamburg, Stuttgart und Dresden.

    Die Verschiebungen durch das Homeoffice könnten dauerhaft sein

    Donut-Effekt nennen die Wissenschaftler ihre Beobachtung. Das hat aber nichts mit dem zu tun, was die mobile Arbeiterschaft ungesehen am Schreibtisch verspeist. Es geht vielmehr um das Resultat von weniger Konsum im Zentrum, mehr Konsum in Wohngebieten und Vororten. Mit anderen Worten: Der Speckgürtel wächst auf Kosten des Zentrums. Analog zur Verschiebung vieler Umsätze in den Onlinehandel erwarten die Expertinnen und Experten, dass diese Verschiebungen dauerhaft sein werden.

    Am stärksten betroffen sind demnach Einzelhandel und Gastronomie in zentralen Lagen und im Umfeld großer Büros. Weniger Bürobeschäftigte heißt dort schlicht: weniger schnelle Besorgungen nach der Arbeit, weniger Menschen, die sich auf ein Feierabendbier treffen. Einen Trost für die Gewerbetreibenden lesen die Forscher auch aus den Daten: Ihre Attraktivität als Einkaufsziele an Wochenenden haben die Innenstädte nicht verloren.

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