Kein Zweifel: In Bayern steigt in Sachen Gasversorgung die Nervosität. Ein Grund dafür ist der Gasspeicher Haidach im österreichischen Salzburg – und die Frage, wie dessen Speicherkapazitäten vor dem kommenden Winter zwischen deutschen und österreichischen Energieversorgern aufgeteilt werden sollen. Für Bayern ist Haidach – der zweitgrößte Speicher in Mitteleuropa – von entscheidender strategischer Bedeutung, bislang ist er nur an das Netz auf deutscher Seite angeschlossen. Jetzt aber soll die Anlage auch an das österreichische Netz angeschlossen werden. Man werde "Haidach für Österreich nutzbar machen", sagte Österreichs Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Dienstag in Brüssel. Offiziell freilich betonen die Regierungsspitzen von Bayern und Österreich gegenseitiges Einvernehmen.
Energiekrise