Startseite
Icon Pfeil nach unten
Wirtschaft
Icon Pfeil nach unten

Feldsalat anbauen leicht gemacht: Aussaat von Ende Juli bis September

Gartenkolumne

Jetzt ist die Zeit, um Feldsalat zu säen

  • |
  • |
  • |
  • |
    Feldsalat ist eine echte Nährstoffbombe und enthält fast doppelt so viel Vitamin C wie der Kopfsalat.
    Feldsalat ist eine echte Nährstoffbombe und enthält fast doppelt so viel Vitamin C wie der Kopfsalat. Foto: Marcus Merk

    Feldsalat liefert im Winter frisches Salatgrün. Er ist ein heimisches Gemüse, in Schwaben auch als „Ackersalat“ bekannt, das man früher schon im Winter, vor allem aber im zeitigen Frühjahr auf vielen Feldern ernten konnte. Jetzt beginnt die Saatzeit, aufgrund der Bodenfeuchte sind jetzt im Garten gute Keimergebnisse zu erwarten.

    Am besten sät man Feldsalat in Reihen im Abstand von zehn Zentimetern. Viele streuen die Samen flächig aus und rechen sie ein. Dies ist in Beeten, in denen viel Samenunkräuter wie Vogelsternmiere oder Ehrenpreis schlummern, ungünstig, weil man später alle Unkrautsämlinge einzeln auszupfen muss. Besser ist eine Reihensaat. Dann kann man mit einer schmalen Hacke (Kinderhacke) durchziehen.  

    Beim Feldsalat ist die Aussaat bis Ende September möglich

    Wo sich freie Beete ergeben, wie zum Beispiel nach gerodeten Erdbeeren, nach Frühkohl oder Kartoffeln, gibt es reichlich Platz. Die Feldsalaternte folgt dann ab Ende Oktober. Feldsalat kann auch noch später ausgesät werden, etwa bis Ende September. Die letzten Saaten überwintern im Garten und kommen ab Februar/März in die Küche.

    Besonders praktisch sind Vor-Anzuchten in Multitopfplatten, mit Aussaaterde gefüllt. In jedes Töpfchen formt man mit dem Finger eine kleine Vertiefung, gibt sechs bis acht Saatgutkörner hinein, deckt mit weiterer Aussaaterde ab und gießt vorsichtig mit der Brause an. Nach zwei, drei Wochen haben sich kleine, büschelförmige Setzlinge entwickelt, die in frei werdende Beetflächen gesetzt werden. Wichtig: Man senkt die Wurzelballen nur zur Hälfte in den Boden. Zur Schnittreife lassen sich die Büschelchen sehr leicht abschneiden, aufgrund des Bodenabstandes sind sie auch weniger verschmutzt als gepflanzter Feldsalat. Am besten besät man die Multitopfplatten Ende September nochmals, mit ihnen lassen sich dann Kleingewächshäuser bepflanzen, sobald die Tomaten weichen. Für Bio-Profigärtner ist das Pflanzverfahren sehr wichtig geworden, Gewächshausbeete liefern so zwei bis drei Ernten im Winter, und das ganz ohne, oder jedenfalls sehr geringer Heizung.

    Feldsalat ist umweltfreundlicher als Kopfsalat

    Feldsalat ist viel weniger wärmebedürftig als Kopfsalat. Wer deshalb frischen Feldsalat von regionalen Gärtnern kauft, fördert heimische Betriebe und hilft der Umwelt, weil der Anbau Feldsalat sehr wenig CO2 verursacht. Noch umweltfreundlicher ist der reichliche Anbau im eigenen Garten, wenn keinerlei Verpackungs- und Transportkosten anfallen. Und wer gerne viel Feldsalat isst, kann viel Geld sparen.       

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren