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Handwerkskammer Schwaben: Betriebe bleiben skeptisch – Trendwende weiter fern

Konjunktur

Weniger Aufträge für Handwerk in Schwaben

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    Die Auftragsbücher vieler Handwerksbetriebe in Schwaben sind dünner geworden – von einer Trendwende ist nichts zu spüren.
    Die Auftragsbücher vieler Handwerksbetriebe in Schwaben sind dünner geworden – von einer Trendwende ist nichts zu spüren. Foto: Frank Hammerschmidt, dpa (Symbolbild)

    Die Ernüchterung sitzt tief im schwäbischen Handwerk. Während in Berlin über Entlastungen und Wachstumsprogramme debattiert wird, warten die Betriebe weiter darauf, dass sich die politischen Versprechen auch in der Realität bemerkbar machen. Von einer wirtschaftlichen Trendwende könne jedenfalls keine Rede sein – so lautet der Tenor der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer für Schwaben (HWK).

    Zwar bewerten 85 Prozent der befragten Betriebe ihre Lage weiterhin als gut oder befriedigend, doch die Zuversicht ist brüchig. Nur elf Prozent rechnen in den kommenden Monaten mit einer Verbesserung. „Einmal mehr haben sich die Erwartungen, dass es endlich aufwärts geht, nicht erfüllt“, sagt Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben. Die angekündigte Trendwende sei bislang „nicht geschafft“. Enttäuschung herrsche vor allem darüber, dass wichtige Entlastungen – etwa die versprochene Stromsteuersenkung für alle Unternehmen oder der Abbau bürokratischer Hürden – auf sich warten ließen.

    Zudem bröckeln die Auftragsbestände: Die Reichweite sank im dritten Quartal von 9,7 auf 9,1 Wochen. Jeder vierte Betrieb meldet rückläufige Auftragseingänge. „In einem Klima der Unsicherheit wird weder investiert noch konsumiert“, sagt Wagner. Die Politik müsse nun „mit Verlässlichkeit und Entschiedenheit“ reagieren – daran bestehe erkennbar Bedarf.

    Bauhandwerk setzt auf das Infrastrukturpaket

    Im Bauhauptgewerbe zeigt sich die Lage etwas stabiler, wenngleich die Auftragsreichweite auch hier nachgibt. 82 Prozent der Bauunternehmen sprechen von einer zufriedenstellenden Geschäftslage, doch jeder dritte Betrieb berichtet über sinkende Neuaufträge. Hoffnung richtet sich auf das milliardenschwere Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“, das ab 2026 für spürbare Impulse sorgen könnte.

    Im Ausbaugewerbe hat die Skepsis ebenfalls zugenommen. Schreinereien und Elektrohandwerke berichten über leichtere Auftragsrückgänge. Deutlich besser ist die Stimmung hingegen im Kfz-Handwerk, wo 94 Prozent der Betriebe zufrieden sind – acht Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Auch die Handwerke für den gewerblichen Bedarf legen zu, während die Lebensmittelgewerke mit 96 Prozent Zufriedenheit erneut Spitzenwerte melden.

    Doch trotz einzelner Lichtblicke bleibt das Bild verhalten. Drei Viertel der Betriebe erwarten keine Veränderung, 16 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Der Aufschwung, den viele herbeisehnen, bleibt vorerst Theorie - und das schwäbische Handwerk im Stillstand.

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