Der Wind des Wandels weht in Deutschland meist nur als laues Lüftchen. Für Skepsis gegenüber Großprojekten, wie sie die Entfesselung einer Urkraft in Fusionskraftwerken zweifellos ist, gibt es gute Gründe. Dennoch: Zukunft gibt es nicht mit Zaudern.
Die Kernfusion gehört zu den wenigen neuen Technologien, bei denen Deutschland zur Weltspitze gehört. Nun, nach Jahrzehnten der Grundlagenforschung, nicht den Sprung in die Anwendung zu wagen, wäre fahrlässig.
Private Investoren glauben an das Projekt
Natürlich ist der Erfolg nicht garantiert. Aber das hohe Interesse privater Investoren an einer Beteiligung an dem Projekt zeigt, dass die Kernfusion kein Exotenthema mehr ist. Ein Durchbruch kann gelingen und Bayern und Deutschland würden davon stark profitieren.
Eine unabhängige, sichere und bezahlbare Energieversorgung ist einer der Schlüssel für unseren Wohlstand. Im Vergleich zu teuren Subventionen, etwa für E-Autos, die schlicht verpuffen, verspricht die Investition die Kernfusion eine deutlich bessere Rendite.
Neue Technologien bringen immer Mehrwert
Neue Technologien ermöglichen immer auch Durchbrüche in anderen Bereichen. Die Kernfusion rückte erst in Reichweite dank der Verfügbarkeit von Supercomputern, mit denen komplexe Simulationen berechnet werden können. Neue Supraleiter oder Materialien aus der Kernfusion bieten Chancen, auch wenn das Projekt scheitern sollte.
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