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Klimakonferenz: Was China beim Klimaschutz leisten kann

Klimakonferenz

Was China beim Klimaschutz leisten kann

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    Teile Chinas litten im Sommer unter extremer Trockenheit.
    Teile Chinas litten im Sommer unter extremer Trockenheit. Foto: dpa

    Als sich Xi Jinping Mitte Oktober eine weitere Amtszeit als Parteichef in Peking gesichert hat, wägten Beobachter seine Worte vor allem mit Blick auf die Geopolitik ab. Dabei sparte Xi in seiner zweistündigen Rede zur Eröffnung des Parteitags das Thema Klimawandel keineswegs aus. Ganz im Gegenteil: Der 69-jährige Staatschef versprach, die Emissionen des Landes "grundsätzlich eliminieren“ zu wollen. Was das heißt, wird sich nun auf der UN-Klimakonferenz in Ägypten zeigen. China als weltweit größter Emittent von CO2 steht zunehmend unter Druck, Resultate zu liefern.

    Die CO2-Emissionen pro Kopf sind in China vor allem ab der Jahrtausendwende massiv angestiegen. Kurz vor Xi Jinpings Amtsantritt flacht die Kurve deutlich ab. Im Vorjahr betrug der Wert auf die Bevölkerung hochgerechnet 8,7 Tonnen pro Jahr – das ist deutlich weniger als in den Vereinigten Staaten (14,5), jedoch mehr als in Deutschland (8,1), Österreich (7,5) und der Schweiz (4).

    Extremwetter könnte durch den Klimawandel normal werden

    China ist vom Klimawandel zugleich überproportional bedroht. Diesen Sommer litt das Land unter der schlimmsten Hitzewelle seit Beginn der modernen Wetteraufzeichnungen vor sechs Dekaden. Die Flüsse trockneten aus, während sie in anderen Landesteilen sintflutartig überliefen. Fabriken mussten schließen, ganze Städte waren von Stromausfällen betroffen, und der wirtschaftliche Schaden ging in die Milliarden. Experten in den Staatsmedien warnten, die 1,4 Milliarden Chinesen müssten sich an solche Extremwetter als neuen Normalzustand gewöhnen.

    Den Ernst der Lage hat Chinas Staatschef zweifelsohne erkannt. 2020 verkündete Xi erstmals langfristige Klimaziele für das Land: Noch innerhalb der laufenden Dekade will man den Höhepunkt der nationalen CO2-Emissionen erreichen, bis 2060 vollkommen klimaneutral werden. Davon ist man noch weit entfernt: Wenn man die sogenannte CO2-Emissionsintensität des Bruttoinlandsprodukts betrachtet – also wie viel Schadstoffe gemessen am Wachstum produziert werden –, dann ist die Volkswirtschaft in China im Vergleich zur europäischen Union dreieinhalb mal so schmutzig. Fast ein Drittel der globalen CO2-Emissionen werden im Reich der Mitte ausgestoßen.

    Die Klimagespräche zwischen China und den USA ruhen

    Doch dies ist nur die eine Seite der Medaille. China verfügt über ein Drittel der weltweit installierten Windenergie und ein Viertel der Solarkapazität. Das Land investiert mehr in erneuerbare Energien als die EU und die Vereinigten Staaten zusammen. Nicht zuletzt hat die chinesische Regierung im Jahr 2021 versprochen, keine Kohlekraftwerke im Ausland mehr zu bauen. Von über 100 geplanten Projekten wurde bereits ein Viertel suspendiert, was laut dem Centre for Research on Energy and Clean Air jährlich 85 Millionen Tonnen Kohlendioxid verhindern wird.

    Doch wenn sich die derzeit angeschlagene Wirtschaft nicht bald erholt, könnte die Regierung versucht sein, die Klimapläne zu überdenken. Lähmend wirkt auch der Konflikt mit Washington: China hat die Klimagespräche mit den USA suspendiert, nachdem im August die Demokratin Nancy Pelosi Taiwan besucht hat. Auch im Umgang mit Europa könnte Peking künftig versuchen, die Klima-karte auszuspielen, um politischen Druck auszuüben.

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