Ab dem Jahr 2026 kürzt der Freistaat die direkten Familien-, Krippen- und Landespflegegeldzahlungen an Familien und Pflegebedürftige. Die Hälfte des bisher bezahlten Geldes soll künftig für die Stärkung der Strukturen verwendet werden. Das beschloss das Bayerische Kabinett auf seiner Haushaltsklausur am Dienstag in München.
Gesamtbetrag des Familienbetrags bleibt, allerdings wird neu verteilt
Das Familiengeld wird von insgesamt 6000 auf 3000 Euro gekürzt, verkündet Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Statt einer monatlichen Auszahlung werde das Geld einmalig zum ersten Geburtstag überwiesen. Die andere Hälfte des bisherigen Familiengelds komme den Eltern indirekt zugute – es soll für den Bau von Kindergärten und Krippen, für die Betreuung, einen guten Personalschlüssel und Ähnliches verwendet werden.
„Der Gesamtbetrag bleibt“, betonte der Ministerpräsident. Das Geld für die sozialen Leistungen werde aber neu verteilt. Man müsse eine neue Balance finden.
Neue Verteilung auch bei Landespflegegeld
Das Landespflegegeld soll nach Worten Söders ebenfalls auf 500 Euro gesenkt werden. Die andere Hälfte des bisher verwendeten Geldes solle ebenfalls in die Strukturen gesteckt werden, etwa in den Ausbau von Tages- und Kurzeitpflegeplätzen.
Bislang zahlt Bayern noch für jedes Kind im zweiten und dritten Lebensjahr, also vom 13. bis zum 36. Lebensmonat, 250 Euro Familiengeld pro Monat. Ab dem dritten Kind sind es 300 Euro pro Monat. Mit dem Krippengeld von 100 Euro pro Monat werden Familien bei den Kindergartenbeiträgen entlastet. Und mit dem bayerischen Landespflegegeld werden Pflegebedürftige in Bayern ab Pflegegrad 2 mit 1000 Euro pro Jahr zusätzlich unterstützt. (mit dpa)
Eine Einschätzung, was die Sparmaßnahme für Eltern und Kitas bedeutet, lesen Sie hier:
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