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Solarwirtschaft: So viele neue Photovoltaik-Anlagen wie nie zuvor

Solarwirtschaft

So viele neue Photovoltaik-Anlagen wie nie zuvor

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    Im Jahr 2023 wurden mehr als eine Million neuer PV-Systeme in Deutschland installiert.
    Im Jahr 2023 wurden mehr als eine Million neuer PV-Systeme in Deutschland installiert. Foto: Stefan Sauer, dpa

    77 Prozent der Deutschen halten den Ausbau der Solarenergie für wichtig. Zumindest laut dem Ergebnis einer Umfrage von Mai 2024, die Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands für Solarwirtschaft (BSW), am Mittwoch präsentierte. Dort findet noch bis Freitag die "Intersolar Europe" statt, eine Fachmesse für

    Die Umfrage zeige, dass sechs von zehn Hausbesitzern an der Investition in eine Photovoltaik-Anlage interessiert sind. Das entspricht etwa sechs Millionen Haushalten in Deutschland. "Das Interesse ist weiterhin ungemein hoch", sagte Körnig. Dahinter stecke vor allem der Wunsch, selbst Strom zu produzieren und zu nutzen. Gestiegene Strompreise und auch der Umwelt- sowie Klimaschutz animieren zusätzlich.

    Solarboom in Deutschland: BSW Solar bei der "Intersolar Europe" in München

    Auch rückblickend auf das Jahr 2023 sprach Körnig von einem unglaublichen Boom. Gegenüber dem Vorjahr habe sich die neu installierte PV-Leistung verdoppelt. Das zeige sich unter anderem bei kleinen Dachanlagen unter 30 Kilowatt. Ebenso habe es eine deutliche Nachfrage für Gewerbedächer gegeben. Und es kamen immer mehr Freiflächenanlagen hinzu. Zudem leisten immer mehr Mieterinnen und Mieter mit Balkonkraftwerken einen Beitrag zur Energiewende. 

    Im Jahr 2023 wurden mehr als eine Million neuer PV-Systeme in Deutschland installiert - so viel wie nie zuvor. Es wurden auch viele Batteriespeicher gekauft. Dass der Zubau und auch die Speicherkapazität sich binnen einen Jahres verdoppelt haben, schlage sich auch in den Jobs wieder: Inzwischen gebe es mehr als 100.000 Beschäftigte in diesem Sektor - Tendenz steigend. 30 Milliarden Euro Umsatz durch PV-Anlagen und deren Speicher wurden in 2023 erwirtschaftet. Bis 2030 könnten es 45 Milliarden Euro werden.

    Photovoltaik-Zubau: 2024 stärkstes je gemessenes Quartal

    Das ersten Quartal 2024 sei das stärkste jemals gemessene Quartal beim Photovoltaik-Zubau gewesen. Das hohe Interesse an PV-Anlagen und Speichern sowohl im Privaten als auch im Gewerblichen halte an - die Installation eines Speichers im Eigenheim sei inzwischen Standard. Und auch die Solarpaket-Reformen greifen laut Körnig: Nicht nur das Gewerbe-Solar falle nun leichter, es sei nun auch für Mieter einfacher, Strom bereitzustellen. 

    Doch wo stehen wir nun? Die Politik verfolgt das Ziel von 215 Gigawatt installierter Solarleistung bis 2030, 400 Gigawatt sollen es bis 2040 sein. In 2022 und 2023 konnten die Ziele der Bundesregierung erfüllt werden. "Aber wir haben durchaus noch Arbeit vor uns", sagte Körnig. Derzeit decke Photovoltaik zwölf Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Bis 2026 müssten weitere 14 Prozent erreicht werden.

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