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CERN: Haben Wissenschaftler das "Gottes-Teilchen" gefunden?

CERN

Haben Wissenschaftler das "Gottes-Teilchen" gefunden?

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    Auf der Suche nach dem Higgs Boson: Wissenschaftler am CERN in Genf (Archiv).
    Auf der Suche nach dem Higgs Boson: Wissenschaftler am CERN in Genf (Archiv). Foto: dpa

    Haben Wissenschaftler nun das "Gottes-Teilchen" gefunden? In der Teilchen-Physik hat das  Higgs-Boson seit Jahrzehnten seinen festen Platz, aber experimentell nachgewiesen hat es bisher noch niemand. Sicher scheint jedoch: Sollte das lange gesuchte Teilchen wirklich existieren, dann wird es dem weltgrößten Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) bei Genf nicht entwischen. Und falls es  das Higgs-Teilchen nicht gibt, dürften die Experimente an der "Weltmaschine" LHC auch darüber die letzte Klarheit bringen.

    Grundbausteine der Materie

    Mit dem sogenannten Higgs-Mechanismus wird seit 1964 im Standardmodell der Elementarteilchen-Physik erklärt, wie die  Teilchen - also die Grundbausteine der Materie - ihre Masse erhalten. Das nach dem schottischen Physiker Peter Higgs benannte  Boson ist nach Einschätzung der meisten Physiker der letzte noch  fehlende Baustein in dem bewährten Standardmodell. Die Forscher  gehen davon aus, dass die umherfliegenden Elementarteilchen von  einem sogenannten Higgs-Feld gebremst werden. Dieses universale Higgs-Feld "zieht" demnach gleichsam an dem Elementarteilchen, das  dadurch Masse gewinnt.

    Higgs-Teilchen: Universelle Bedeutung

    Der Theorie zufolge gilt dabei: Das Elementarteilchen hat umso  mehr Masse, je stärker es auf das unsichtbare Feld reagiert. Je mehr Masse das Teilchen aber hat, umso leichter kann es das Higgs-Feld seinerseits in Schwingungen versetzen - und jetzt kommt das Higgs-Teilchen ins Spiel: Denn diese Schwingungen äußern sich  der Theorie zufolge physikalisch in der Erzeugung von  Higgs-Bosonen, die wegen ihrer universellen Bedeutung von manchen Physikern auch "Gottesteilchen" genannt werden. Mit der Entdeckung  des Higgs-Bosons am LHC wäre also die Existenz des Higgs-Feldes  nachgewiesen.

    Die Suche nach dem Higgs-Teilchen gehört zu den zentralen  wissenschaftlichen Aufgaben des riesigen Teilchenbeschleunigers LHC  nahe der französisch-schweizerischen Grenze. Mehr als hundert Meter  unter der Erde lassen die Wissenschaftler der Europäischen Organisation für Atomforschung (CERN) in dem 27 Kilometer langen  Ringtunnel Protonen mit nahezu Lichtgeschwindkeit  aufeinanderprallen.

    Neue Teilchen entstehen

    Bei den Zusammenstößen entstehen neue Teilchen, die gleich wieder zerfallen und dabei Spuren hinterlassen. Nach  Zerfallsprodukten des Higgs-Bosons wird dabei mit den riesigen  LHC-Detekoren "Atlas" und "CMS" gesucht: "Atlas" ist mit einer Länge von 46 Metern und 25 Metern Durchmessern der größte Detektor,  "CMS" mit einem Gewicht von 12.500 Tonnen der schwerste Detektor,  der je an einem Beschleuniger gebaut wurde. (afp)

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