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Fehler im All: Kompliziertes Manöver nach Satelliten-Panne

Fehler im All

Kompliziertes Manöver nach Satelliten-Panne

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    Nach einer Panne ist ein russischer Satellit auf die falsche Umlaufbahn gelenkt worden. Symbolbild
    Nach einer Panne ist ein russischer Satellit auf die falsche Umlaufbahn gelenkt worden. Symbolbild

    In einem komplizierten Manöver versucht die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos einen fehlgeleiteten Satelliten wieder auf die richtige Umlaufbahn zu bekommen. Im Weltall war es nämlich zu einer Panne gekommen, die ein weiterer Rückschlag für die russische Raumfahrtnation bedeutete. Durch eine technische Panne nach dem Start hat ein Satellit die geplante Erdumlaufbahn im ersten Anlauf verfehlt.

    Satellit soll auf den richtigen Kurs gebracht werden

    Gruß aus dem All: Meteoriten, Meteore und Sternschnuppen

    Bei METEORITEN handelt es sich um nicht vollständig verglühte kosmische Brocken, die auf der Erde einschlagen. Diese Trümmer aus dem Weltall können von Kometen, Asteroiden oder anderen Planeten abgesprengt worden sein.

    Die Leuchterscheinung am Himmel wird dagegen METEOR oder STERNSCHNUPPE genannt. Sie wird außer von Meteoriten auch von vollständig verglühenden Partikeln aus dem All verursacht.

    Sternschnuppen können gut am klaren Nachthimmel beobachtet werden, sehr selten sind sie aber auch tagsüber zu sehen. Sie treten nicht nur sporadisch auf, sondern auch in Schwärmen wie die Lyriden oder die Perseiden. Auch besonders helle Objekte - sogenannte BOLIDEN oder Feuerkugeln - sind keine Seltenheit.

    Gewöhnliche Sternschnuppen sind als Kleinstmeteoriten oft nur wenige Milligramm schwer und nur kurz zu sehen. Großsternschnuppen ziehen dagegen eine Leuchtspur, die je nach Größe bis zu fünf Sekunden weithin sichtbar sein kann. Je nach Zusammensetzung unterscheiden Forscher zwischen Eisen- und Steinmeteoriten.

    Pro Jahr erreichen nach Expertenschätzungen mehr als 19.000 Meteoriten von einer Masse über 100 Gramm die Erdoberfläche und hinterlassen bei einem Einschlag zum Teil tiefe Krater.

    Die meisten dieser Himmelskörper stürzen aber ins Meer oder auf unbewohntes Gebiet. Hobby-Astronomen haben nur alle paar Jahre die Chance, einen der bis zu 180.000 Stundenkilometer schnellen Meteoriten am Himmel zu beobachten. Der bislang größte Meteorit wurde 1920 in Namibia gefunden, der Eisenmeteorit wiegt etwa 55 Tonnen.

    Die Flugleitzentrale versuche nun in einem komplizierten Manöver, den 4,5 Tonnen schweren Nachrichtensatelliten Jamal-402 mit Hilfe seiner Motoren doch noch auf den richtigen Kurs zu bringen. Das teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos laut der Agentur Ria Nowosti am Sonntag in Moskau mit.

    Kurs des Satelliten korrigieren

    Die Kurskorrektur könne drei Tage dauern, sagte Roskosmos-Sprecher Alexej Kusnezow. "Falls die vorzeitige Trennung den Satelliten nicht beschädigt hat, sehen wir eine Chance." Allerdings sei schon jetzt klar, dass Jamal-402 auch im Erfolgsfall nicht mehr alle Aufgaben erfüllen könne. Der von französischen und russischen Firmen hergestellte Satellit soll in den nächsten 15 Jahren die Fernseh- und Internetverbindungen in Russland und in Westeuropa verbessern.

    Pannen in der russischen Raumfahrt

    Am Samstag war Jamal-402 mit einer Proton-M-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus ins All gestartet. Die jüngsten Pannen in der russischen Raumfahrt hatten zu zahlreichen Entlassungen geführt.

    Erst im August hatte Russland zwei Nachrichtensatelliten wegen einer defekten Proton-M-Trägerrakete verloren. Diesmal habe die Rakete den Satelliten vier Minuten zu früh ausgesetzt, hieß es. dpa/AZ

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