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Fleischkonsum: Wurst und Schinken laut WHO krebserregend - Experten warnen vor Panikmache

Fleischkonsum

Wurst und Schinken laut WHO krebserregend - Experten warnen vor Panikmache

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    Die Ergebnisse der IARC bestätigen geltende Gesundheitsempfehlungen, den Konsum von Fleisch zu begrenzen.
    Die Ergebnisse der IARC bestätigen geltende Gesundheitsempfehlungen, den Konsum von Fleisch zu begrenzen. Foto: Federico Gambarini (dpa)

    Die internationale Krebsforschungsagentur (IARC), die zur WHO gehört, hat den Konsum verarbeiteter Fleischerzeugnisse für die Entstehung von Darmkrebs mitverantwortlich gemacht. Demnach wurde der Verzehr von Schinken und Wurst als krebserregend eingestuft, auch rotes Fleisch sei "wahrscheinlich" krebserregend. IARC-Direktor Christopher Wild erklärte, dass das Ergebnis bisherige Ernährungsempfehlungen stützen würde, die zu einer Beschränkung des Fleischkonsums raten.

    Krebsrisiko: Auf die Menge von Wurst und Fleisch kommt es an

    Zu dem Schluss, dass Schinken und Wurst krebserregend sind, kamen die Wissenschaftler der IARC nach einer Auswertung von mehr als 800 Studien. Das individuelle Risiko einer Krebserkrankung durch Fleischverzehr sei statistisch gesehen zwar "gering". Es steige jedoch mit der gegessenen Menge an verarbeiteten Fleischerzeugnissen an. Demnach sollen 50 Gramm verarbeiteten Fleischs - als beispielsweise Wurst und Schinken - das Darmkrebsrisiko um 18 Prozent erhöhen, so die IARC.

    Durch Salzen, Räuchern, Pökeln oder Fermentieren werden Fleischerzeugnisse haltbar gemacht. Die Studie der WHO erklärt zwar, dass daher Dosenfleisch oder Würstchen zu potenziell gesundheitsschädlichen Produkten gehören. Sie lässt aber offen, ob eine bestimmte Art der Zubereitung das Risiko verändert. Nun stehen verarbeitete Fleischerzeugnis in der Kategorie krebserregender Stoffe neben Tabak, Asbest oder Alkohol - obwohl diese Stoffe ein höheres Krebsrisiko verursachen.

    Experten warnen vor Panikmache mit Fleisch-Studie

    Die Autoren der Studie empfehlen nicht, auf Fleisch zu verzichten. Auch eine vegetarische Ernährungsweise habe Vorteile und Nachteile für die Gesundheit. Fleischproduzenten wiesen den Vorwurf der IARC zurück, unabhängige Experten reagierten bisher zurückhaltend auf den Bericht der WHO. Sie warnten meist vor einer Panikmache. So betonte der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie, dass Krebs nicht durch ein einzelnes Lebensmittel entstehe. Die britische Ernährungsexpertin Elisabeth Lund machte darauf aufmerksam, dass nur sehr wenige Menschen in Europa so viel Fleischerzeugnisse konsumierten, dass sie gefährdet seien. AFP/sh

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