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Forschung: Mischwesen: Japan erlaubt Geburt eines Mensch-Tier-Hybrids

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Mischwesen: Japan erlaubt Geburt eines Mensch-Tier-Hybrids

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    Mischwesen - Forscher in Japan wollen Hybride aus Mensch und Tier züchten. Hier ist ein sieben Wochen alter Fötus in einer Fruchtblase zu sehen.
    Mischwesen - Forscher in Japan wollen Hybride aus Mensch und Tier züchten. Hier ist ein sieben Wochen alter Fötus in einer Fruchtblase zu sehen. Foto: Peter Endig, dpa (Symbol)

    Mischwesen, auch Chimären genannt, sind ethisch gesehen nach wie vor umstritten. Nun hat der japanische Forscher Hiromitsu Nakauchi als erster Wissenschaftler weltweit die Erlaubnis erhalten einen solchen Mensch-Tier-Hybriden bis zur Geburt am Leben zu lassen. Es sollen menschliche Zellen in Mäuse- und Rattenembryos eingepflanzt werden, um in ihnen Organe wachsen zu lassen, die letztendlich in Menschen transplantiert werden können.

    Züchtung erster Mischwesen in Japan: Fortschritt der Stammzellenforschung

    Die Stammzellenforschung ist weltweit stark reglementiert. Seit Jahren experimentieren Forscher mit solchen Mischwesen aus Mench und Tier, bislang durften diese jedoch nur wenige Wochen im Mutterleib des Tieres heranwachsen und mussten dann getötet werden. Die Forschung soll eines Tages dazu verhelfen, benötigte Organe spezifisch für Patienten herzustellen, die auf ein Spenderorgan warten. Es ist jedoch umstritten, ob in solchen Mensch-Tier Hybriden jemals brauchbare menschliche Organe entstehen können.

    Die Forschung steht derzeit noch ganz am Anfang. Nakauchi sagte, er werde seine Forschung langsam beginnen und zunächst Ratten- und Mäuseembryos bis kurz vor der Geburt wachsen lassen. Mit seinen neuen Erkenntnissen will der japanische Forscher später die Erlaubnis einholen ähnliche Experimente über einen längeren Zeitraum in Schweinen durchführen zu dürfen.

    Mischwesen: Das Hybrid-Experiment erklärt

    Zunächst war es Hiromitsu Nakauchi und seinem Team an der University of Tokyo und der Stanford University in Kalifornien gelungen den Forschungsansatz erfolgreich an Ratten und Mäusen zu testen. Die Wissenschaftler hatten die Fähigkeit eines Rattenembryos unterdrückt, die Bauchspeicheldrüse aus eigenen Zellen zu entwickeln. Dann wurden dem Rattenembryo Stammzellen einer Maus injiziert, aus denen der Embryo dann eine funktionierende Bauchspeicheldrüse bildete. Diese konnte später in eine diabeteskranke Maus eingesetzt werden, die die Krankheit mit der neuen Bauchspeicheldrüse überwinden konnte.

    Zunächst sollen menschliche Zellen in Ratten und Mäuse implantiert und beobachtet werden. Später sollen die Untersuchungen mit Schweinen fortgesetzt werden, die Menschen in ihrer Physiologie sehr ähnlich sind. Es könnte dann beispielsweise ein Ferkel mit einer menschlichen Niere geboren werden, die einem Menschen eingesetzt werden könnte. Aufgrund von ethischen Bedenken ist das Austragen bislang in vielen Ländern, darunter auch Deutschland und die USA, bis jetzt verboten. (AZ)

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