Tai Chi hat in China als Kampfkunst seinen Anfang gehabt, als Schattenboxen oder "Taijiquan" ist es dort inzwischen ein beliebter Volkssport. Häufig werden die fließenden Bewegungen morgens an der frischen Luft geübt. Aus der traditionellen Kampfkunst haben sich meditative Bewegungen als spezielle Übungen abgeleitet. Tai Chi wird in höchster Konzentration ausgeführt, die Bewegungen laufen fast in Zeitlupe ab. Inzwischen ist diese Art des Gesundheitssports auch in der westlichen Welt sehr beliebt.
Tai Chi ist konzentriertes Training für jedermann
Generell ist Tai Chi für jede Altersklasse geeignet und auch bei vielen chronischen Krankheiten durchführbar. Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln rät dennoch, bei Krankheit oder körperlicher Schädigung vor dem Training Rücksprache mit einem Arzt zu halten. Tai Chi verbessert die Balance, das kommt besonders älteren Menschen zu gute. Die Übungen helfen aber auch bei Kniearthrose, Rückenschmerzen und vielen rheumatischen Erkrankungen.
Tai Chi sollte unter Anleitung geübt werden, damit die kontrollierten, langsamen und fließenden Bewegungen auch korrekt ausgeführt werden. Sonst drohen gesundheitliche Schädigungen durch Fehlbelastungen. Um den perfekten Lehrer zu finden, sollte dessen Ausbildung beachtet werden: Konzentrierte es sich eher auf Kampfsport oder auf ein fließendes Chi und Entspannung? Tai Chi-Lehrer findet man auf der Webseite des Deutschen Dachverbands für Qigong und Taijiquan, DDQT. dpa/sh