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Lexikon: Burnout-Syndrom: Was ist das?

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Burnout-Syndrom: Was ist das?

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    Wenn der Druck und der Stress am Arbeitsplatz zu groß werden, gehen immer mehr Menschen in psychiatrische Behandlung. Die Fälle von Burnout nehmen seit Jahren zu.
    Wenn der Druck und der Stress am Arbeitsplatz zu groß werden, gehen immer mehr Menschen in psychiatrische Behandlung. Die Fälle von Burnout nehmen seit Jahren zu. Foto: dpa

    Der Begriff Burnout wird seit den siebziger Jahren verwendet. Damals stellten Forscher fest, dass in bestimmten Berufsgruppen - den sogenannten helfenden Berufen wie Pfleger oder Lehrer - Menschen besonders oft krank geschrieben werden, eben wegen hoher Erschöpfung.  Das ist bis heute so.

    Was genau ist Burnout?

    Von einem Burnout spricht man, wenn ein Mensch über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg körperlich und emotional völlig erschöpft ist. Dieser Zustand kommt allerdings nicht plötzlich, sondern entwickelt sich über eine längere Zeit. Aber auch junge Leute können schon unter Burnout leiden

    Symptome von Burnout

    Menschen die am Burnout-Syndrom leiden, klagen oft über eine starke emotionale und körperliche Erschöpfung. Ihnen fehlt dauerhaft der Antrieb, sie erholen sich nur noch schwer. Auch die Stimmung sinkt. Menschen mit Burnout wirken auf ihre Umwelt ablehnend, bisweilen sogar zynisch. Dennoch schweigen viele Betroffene über ihre Krankheit. In einer aktuellen Umfrage erklärten 40 Prozent der befragten Burn-Out-Opfer, dass sie sich weder mit Kollegen noch mit Vorgesetzten über das Thema ausgetauscht haben.

    Wer ist vom Burnout am meisten gefährdet?

    Am stärksten von der totalen Erschöpfung bedroht sind die besonders leistungsfähigen Beschäftigten. "Gut zu sein wird gewissermaßen zum Risiko", sagt etwa der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM), Prof. Wolfgang Senf. "Wenn Sie Ihre Arbeit gut machen, bekommen Sie einfach noch ein Projekt dazu", so der Mediziner. Als Auslöser von chronischem Stress zählt der Kongresspräsident hohes Arbeitsvolumen, Zeitdruck, geringe Gestaltungsspielräume und paralleles Arbeiten an mehreren Aufgaben. Auch ständige Erreichbarkeit führe dazu, dass Menschen nicht mehr "abschalten" können. "Wenn Arbeitszeit und Freizeit verwischen, fehlen wichtige Erholungsphasen." Zur totalen Erschöpfung komme es schließlich, wenn Menschen ihren arbeitsbedingten Ressourcen- und Energieverbrauch nicht mehr auffüllen können.

    Wie verbreitet ist Burnout?

    Sehr. Allein mit Burnout waren 2010 - hochgerechnet auf sämtliche gesetzlich versicherte Beschäftigte in Deutschland - knapp 100 000 Menschen krankgeschrieben. Seit 2004 sind die Burnout-Fehltage damit um fast das Neunfache auf insgesamt 1,8 Millionen angestiegen.

    Folgen von Burnout

    Die meisten Betroffenen eines Burnout-Syndroms kehren später wieder in ihre alte Position im Unternehmen zurück (71 Prozent). Knapp jeder Sechste (17,2 Prozent) verließ dagegen die Firma. Jeder Zehnte (11 Prozent) hat neue Aufgaben übernommen. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad unter 627 Arbeitnehmern, die von einem Burn-Out betroffen waren. AZ

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