1189 Menschen starben im Jahr 2010 durch Behandlungsfehler oder mangelhafte Medizinprodukte. 2011 waren es schon 1634. Das geht aus den jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts zum Stand in Kliniken und bei niedergelassenen Ärzten hervor. Grünen-Abgeordneten Maria Klein-Schmeink hatte das Thema im Bundestag angestoßen. Es müsse eine verbindliche Erfassung des gesamten Bereichs geben, forderte sie.
Nur die eingestandenen Fehler in der Statistik
Bei den veröffentlichten Zahlen handelt es sich allerdings nur um die eingestandenen Fehler. "Es ist nur die Spitze eines Eisbergs", sagte der Geschäftsführer des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, Hardy Müller. In der offiziellen Statistik würden viele Todesfälle gar nicht erfasst. Das Aktionsbündnis geht von jährlich 17.000 Todesfällen durch ärztliche Behandlungsfehler aus.
Häufigste Todesursache ist mangelnde Desinfektion
Als häufigste Todesursachen würden beispielsweise mangelnde Desinfektion, Abstoßungsreaktionen bei einer Transplantation und Komplikationen bei der Implantation eines künstlichen Gerätes genannt.(daam, dpa, afp)