Morbus Parkinson ist eine Krankheit, die vielen Menschen zu schaffen macht. Jetzt gibt es neue Möglichkeiten, wie schon frühzeitig ein erhöhtes Risiko festgestellt werden kann. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und die Deutsche Parkinson-Gesellschaft (DPG) weisen auf Frühsymptome hin, die schon zehn oder 20 Jahre vor dem Ausbruch der unheilbaren Nervenkrankheit auftreten.
Parkinson frühzeitig erkennen
Das ist die Krankheit Parkinson
Parkinson ist eine nervenbedingte Bewegungsstörung, die vor allem ältere Menschen trifft.
Ursache für die auch Schüttellähmung genannte Krankheit ist das Absterben von Nervenzellen im Gehirn, in der Folge geht die Kontrolle über Gliedmaßen verloren.
Zittern, verspannte Muskeln sowie Gang- und Gleichgewichtsstörungen sind die Symptome, denen auch Depressionen vorausgehen können.
Fachleute gehen davon aus, dass Parkinson erblich bedingt ist.
In der Bundesrepublik leiden nach Angaben der Deutschen Parkinson Vereinigung bis zu 280.000 Menschen an der unheilbaren Krankheit.
Erste Symptome für Parkinson treten meist im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf.
Bis zu zehn Prozent der Betroffenen sind aber jünger als 40. Der Name geht auf den englischen Arzt James Parkinson zurück, der 1817 als erster die Symptome der Schüttellähmung beschrieb.
Zu den Prominenten, die seit Jahren mit der Krankheit leben, gehören der frühere Fußball-Trainer Udo Lattek, Kabarettist Ottfried Fischer, Star-Dirigent Kurt Masur oder die Box-Legende Muhammad Ali.
Auch Papst Johannes Paul II. war an Parkinson erkrankt. (dpa)
Doch auch, wenn es mehrere Hinweise darauf gibt, wie Morbus Parkinson früh erkannt werden kann - "Es gibt bisher aber weder ein verlässliches Kriterium, das mit Sicherheit anzeigt, dass ein Mensch im Laufe der nächsten Jahre Parkinson entwickeln wird, noch Medikamente, die die Entstehung verhindern können", erklärt Professor Daniela Berg vom der DPG. Die Frühsymptome zeigen lediglich an, dass ein erhöhtes Risiko besteht.
Zu den Frühsymptomen von Parkinson gehören Depressionen und Riechstörungen, aber auch aggressive Träume. Wer diese Symptome feststellt, verfügt wahrscheinlich über ein erhöhtes Risiko, an Parkinson zu erkranken. Die Nervenkrankheit ist bislang noch unheilbar, aber wenigstens therapierbar. Gehirntraining, Bewegungstherapie und auch Medikamente können den Verlauf der Krankheit beeinflussen. dpa/tmn/sh