Die Nase ist besonders anfällig für Blutungen, denn die Gefäße liegen nur knapp unter der Oberfläche, erklärt Joachim Wichmann, Vizepräsident des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte.
In der Regel ist Nasenbluten harmlos. "Meistens bleibt es nicht beim Naseputzen, sondern es wird zusätzlich gepult, gepopelt und gewischt - das kann die kleinen Gefäße verletzen." Hat man zum ersten Mal Nasenbluten, braucht man damit auch nicht zum Arzt gehen. Tritt es aber wiederholt auf, sollte man das doch abklären lassen.
Wenn Nasenbluten zum Problem wird
"Hinter jeder Kleinigkeit kann sich etwas Großes verstecken", sagt Wichmann. Je älter der Patient ist, desto problematischer kann Nasenbluten sein. "Denn mit dem Alter steigt der Blutdruck. Nasenbluten kann die Folge eines zu hohen Blutdrucks sein. Da muss man dann auch die Ursache anpacken."
Blutspenden: Was Sie wissen müssen
Wer darf Blut spenden? Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren (Erstspender bis 65 Jahre) mit einem gültigen Personalausweis. Erforderlich ist zudem ein Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm.
Wie viel Blut spende ich? 500 Milliliter von fünf Litern (Frauen) bzw. sechs bis sieben Litern (Männer). Das Blut bildet sich bei normaler Ernährung schnell nach.
Wie lange dauert die Spende? Die Spende an sich dauert nur etwa zehn Minuten, die Anmeldung und Untersuchung für Erstspender etwa 30 Minuten
Blutgruppen: A (AA oder A0): 43%; B (BB oder B0): 11%; 0 (Null): 41% und AB: 5%
Der Rhesusfaktor: ein Protein auf der Zellmembran der roten Blutkörperchen im Blut. Besitzt eine Person das Merkmal „D“, wird sie als Rhesus positiv bezeichnet, wenn nicht, ist sie negativ.
Verteilung der Blutgruppen: 37% haben die Blutgruppe A positiv, 6% A negativ, 35% 0 positiv, 6% 0 negativ, 9% B positiv, 2% B negativ, 4% AB positiv und ein Prozent AB negativ.
Interessant: Von 60 Prozent der Menschen, die nach eigenen Angaben Blut spenden würden, spenden tatsächlich nur knapp 3 Prozent.
Wofür wird die Spende benötigt? Das meiste Blut wird für die Behandlung von Krebspatienten benötigt, es folgen Herz- sowie Magen-Darm-Erkrankungen und Unfälle.
15.000 Blutspenden täglich sind notwendig, um den Bedarf an Blutprodukten in Deutschland zu decken.
Auch wer blutverdünnende Medikamente nimmt, sollte mit Nasenbluten zum Arzt gehen. Damit wartet man besser auch nicht zu lange, denn die Nase regeneriert sich schnell und mitunter ist von dem Problem nach wenigen Tagen nichts mehr zu sehen.
Beim Nasenbluten lieber nicht hinlegen
Bei Nasenbluten gilt es, den Kopf nach vorne zu beugen und die Nase ausbluten zu lassen, erklärt Wichmann. Es kann auch helfen, sich einen kühlen Lappen in den Nacken zu legen oder die Nase zehn Minuten zu zu halten. Keinesfalls sollte man den Kopf in den Nacken legen. Dann sammelt sich das Blut, man schluckt es runter und einem wird übel. "So viel Eisen auf einmal - das kann der Körper nicht vertragen."
Auch vom Hinlegen raten Experten bei Nasenbluten ab. "Wenn man sich hinlegt, blutet es umso mehr", sagt Michael Deeg vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Denn dann laufe das Blut leicht in den Rachen. Das sei zwar ungefährlich, aber für viele unangenehm, und verursache möglicherweise auch noch Übelkeit, die zu Erbrechen führt. AZ/dpa