In frühen Stadien der Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs treten oft keine oder nur unspezifische Symptome auf. Daher wird Bauchspeicheldrüsenkrebs oft im fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Das Pankreaskarzinom verläuft dann in den meisten Fällen tödlich.
Die relative 5-Jahres-Überlebensrate ist daher ausgesprochen gering, heißt es beim Robert Koch Institut. In Deutschland liegt sie bei 8 Prozent. Die Erkrankung an einem Tumor in der Bauchspeicheldrüse weist somit die niedrigste Überlebensrate unter allen Krebserkrankungen auf. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist die vierthäufigste Krebstodesursache. Laut Robert Koch Institut liegt das mittlere Erkrankungsalter für Männer bei 71Jahren und für Frauen bei 75 Jahren.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: es gibt Risikofaktoren
Es gibt Faktoren, die das Risiko an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, erhöhen. Tabakkonsum und Passivrauchen gelten hierbei als gesicherte Risikofaktoren. Auch starkes Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 sollen sich nachteilig auswirken.
Nicht eindeutig als Risikofaktoren für das Pankreaskarzinom gesichert sind hoher Konsum von verarbeiteten Fleischwaren, Geräuchertem und Gegrilltem. Ein erhöhtes Risiko weisen Patienten mit einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse auf. Verwandte ersten Grades von Menschen, die an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sind, haben, statistisch betrachtet, ein höheres Risiko, selbst zu erkranken. Dabei ist nach Angaben des Instituts aber unklar, ob dahinter gemeinsame Erbanlagen oder ein gemeinsamer Lebensstil stehen. Zumindest bei einigen Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs wird vermutet, dass ein vererbbares Risiko tatsächlich eine Rolle spielt. Forscher untersuchen, welche Gene beteiligt sind. AZ