Der Philosoph Peter Sloterdijk rechnet mittelfristig mit einer globalen Abkehr der Menschen von der Nutzung der Atomkraft. Im monatlich erscheinenden Polit-Magazin "Cicero" nannte Sloterdijk die Atomkatastrophe von Japan einen "Ereignisblitz", der den heutigen Menschen bewusst machen könnte, dass es so wie bis jetzt in der Energiepolitik und der Atomfrage nicht weitergehen könne.
Die Menschheit stehe nach den dramatischen Ereignissen von Japan und dem Atomkraftwerk in Fukushima an einer entscheidenden Schwelle. "Nukleare Energiegewinnung ist keine Technik mit großer Zukunft", erklärte der Philosoph. Er äußerte sich davon überzeugt, dass gegen Ende dieses Jahrhunderts sämtliche Nationen der Erde auf die Atomkraft verzichten würden.
Peter Sloterdijk gilt vielen als der größte deutsche Philosoph der Gegenwart. Unter anderem schrieb er die Werke "Zorn und Zeit" und "Du musst dein Leben ändern". (mit afp)