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Prostatakrebs: Studie: Aktives Sexleben erhöht wohl Risiko für Prostatakrebs

Prostatakrebs

Studie: Aktives Sexleben erhöht wohl Risiko für Prostatakrebs

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    Prostatakrebs ist
    Prostatakrebs ist Foto: Mascha Brichta, dpa, Symbol

    Prostatakrebs und sexuelle Aktivität: Australische Forscher haben diesen Zusammenhang untersucht. Sie stellten dabei fest, dass Männer mit einer hohen Anzahl an Partnerinnen ein erhöhtes Krebsrisiko haben.

    Prostatakrebs und Sex - Die Ergebnisse der Studie

    Diejenigen, die in ihrem Leben Sex mit mehr als sieben Frauen hatten, zeigten eine verdoppelte Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs verglichen mit Männern mit weniger als drei Partnerinnen, so die Wissenschaftler vom Cancer Council New South Wales in Australien. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin "International Journal of Cancer". Für die Krebs-Studie wurden die Daten von 10.000 Männern ausgewertet.

    Männer, die früh sexuell aktiv sind haben höheres Prostatakrebsrisiko

    Sind Männer früher sexuell aktiv, könne auch das ein Risikofaktor für Prostatakrebs sein, so die Experten. "Umso mehr Partnerinnen sie hatten, umso jünger sie bei ihrem ersten Mal waren und umso mehr Orgasmen sie hatten, desto höher war ihr Risiko für Prostatakrebs", fasst Autorin Visalini Nair-Shalliker vom Cancer Council New South Wales zusammen. Das erhöhte Risiko führen sie und ihre Kollegen auf eine hormonelle Veränderung zurück. Das sei jedoch bislang nur eine Mutmaßung. Das männliche Sexualhormon stehe in starkem Zusammenhang mit Prostatakrebs.

    Die Forscher untersuchten aber nicht nur den Zusammenhang zwischen Prostatakrebs und sexueller Aktivität. Sie verweisen in ihrer Studie auch auf andere Risikofaktoren. So haben Männer mit einem erkrankten Vater ein höheres Risiko, ebenfalls zu erkranken. Wer schon einmal eine Prostatitis (Prostataentzündung), oder eine benigne Prostatahyperplasie (gutartige Vergrößerung der Prostata) hatte, sollte ebenfalls besonders aufmerksam sein. Des Weiteren verweisen die Wissenschaftler darauf, dass sich Übergewicht und Fettleibigkeit negativ auswirken können.

    Krebs in Deutschland: 63.400 Männer erkranken jedes Jahr an Prostatakrebs

    Sollten Männern nach diesen Ergebnissen ihre sexuelle Aktivität also besser einschränken? So weit gehen die australischen Forscher nicht. Es seien weitere Daten und Untersuchungen nötig, das Problem sei sehr vielschichtig.

    Prostatakrebs ist in Deutschland unter Männern die häufigste Krebserkrankung. Pro Jahr werden nach Angaben des Robert Koch-Instituts bundesweit etwa 63.400 Neuerkrankungen diagnostiziert. Symptome sind unter anderem ein abgeschwächter oder unterbrochener Harnstrahl, Schmerzen beim Wasserlassen, Erektionsstörungen, ein verminderter Samenerguss oder Schmerzen in der Prostata.

    Weitere Informationen zum Thema Prostatakrebs auch auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft. AZ

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