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Russland: Meteoriten-Unglück im Ural erinnert an Tunguska-Ereignis

Russland

Meteoriten-Unglück im Ural erinnert an Tunguska-Ereignis

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    ARCHIV - Das undatierte Foto zeigt die Jahresringe eines Baumes, das Jahr 1908 ist markiert. An den Stränden des Cheko-Sees nordwestlich des Epizentrums der Asteroiden-Explosion im sibirischen Tunguska am 20. Juni 1908 gibt es einige Dutzend Bäume, die die Explosion überlebt haben. Die Lärchen und Fichten zeigen ein anomal gerichtetes Wachstum der Jahresringe ausgehend von 1908 und 1909, sie sind also Zeugen des Ereignisses. Viele Bäume zeigen am Ring des Jahres 1908 einen chaotischen Charakter und eine unregelmäßige Streuung der Wachstumsrichtung. Seit über 100 Jahren rätselt die Wissenschaft über die gewaltige Explosion, die am 30. Juni 1908 in Sibirien ein Waldgebiet von der Größe des Saarlandes vernichtete. Als wahrscheinlich gilt, dass ein Steinmeteorit in einigen Kilometern Höhe explodierte. (zu dpa-Korr. "Meteoritenkrater - Narben aus der Frühzeit der Erde"). ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung bei vollständiger Nennung der Quelle "Foto: : Universität Bologna" +++(c) dpa - Bildfunk+++
    ARCHIV - Das undatierte Foto zeigt die Jahresringe eines Baumes, das Jahr 1908 ist markiert. An den Stränden des Cheko-Sees nordwestlich des Epizentrums der Asteroiden-Explosion im sibirischen Tunguska am 20. Juni 1908 gibt es einige Dutzend Bäume, die die Explosion überlebt haben. Die Lärchen und Fichten zeigen ein anomal gerichtetes Wachstum der Jahresringe ausgehend von 1908 und 1909, sie sind also Zeugen des Ereignisses. Viele Bäume zeigen am Ring des Jahres 1908 einen chaotischen Charakter und eine unregelmäßige Streuung der Wachstumsrichtung. Seit über 100 Jahren rätselt die Wissenschaft über die gewaltige Explosion, die am 30. Juni 1908 in Sibirien ein Waldgebiet von der Größe des Saarlandes vernichtete. Als wahrscheinlich gilt, dass ein Steinmeteorit in einigen Kilometern Höhe explodierte. (zu dpa-Korr. "Meteoritenkrater - Narben aus der Frühzeit der Erde"). ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung bei vollständiger Nennung der Quelle "Foto: : Universität Bologna" +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: Universität Bologna

    Der verheerende Meteoritenschauer über den Uralgebirge mit hunderten Verletzten erinnert an das lange Zeit rätselhafte Tunguska-Ereignis in Sibirien vom 30. Juni 1908. Damals explodierte in mehreren Kilometern Höhe ein Asteroid über dem Fluss "Steinige Tunguska". Die Detonation löste eine Druckwelle aus, die mit der Sprengkraft hunderter Hiroshima-Bomben über den sibirischen Wald hinweg fegte. Auf mehr als 2200 Quadratkilometern wurden bis zu 80 Millionen Bäume umgeknickt als wären es Streichhölzer.

    Meteoritenschauer im Ural erinnert an Tunguska-Ereignis

    Durch die Asteroiden-Explosion wurde eine Fläche doppelt so groß wie Berlin verwüstet. Wäre der Brocken über besiedeltem Gebiet detoniert, hätte es hätte hunderttausende Tote gegeben. Heute schätzen Wissenschaftler den Durchmesser des explodierten Himmelskörpers auf rund 45 Meter.

    Meteorit über Ural niedergegangen

    Sternschnuppen - kosmische Staubkörner in der Atmosphäre

    Sternschnuppen entstehen, wenn kleine Objekte in die Erdatmosphäre eindringen und dort aufgrund der Reibung mit Luftmolekülen verglühen.

    Die weit sichtbaren Leuchtstreifen stammen dabei jedoch nicht von den verglühenden Staubkörnchen, sondern von den Luftmolekülen: Denn die schnellen kosmischen Geschosse übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die daraufhin Licht aussenden.

    Ursprung der Bruchstücke (Meteoroide) sind oft Kometen, die diese Teilchen entlang ihrer Bahn um die Sonne verstreuen. Die überwiegende Zahl der kosmischen Partikel ist recht klein, von Staubkörnchen- bis etwa Tennisballgröße.

    Gerät die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne in eine solche Trümmerwolke, entwickeln sich Sternschnuppen-Schauer. Den einzelnen Lichtstreif nennen Astronomen auch Meteor.

    Die wohl auffallendsten Meteorströme der Gegenwart sind die Perseiden Mitte August und die Leoniden im November.

    Ist ein Teilchen so groß, dass es nicht komplett verglüht, sondern auf die Erde fällt, heißt es Meteorit. (dpa)

    Dass ein Asteroid für das Tunguska-Ereignis verantwortlich war, halten heute die meisten Forscher für erwiesen. Doch viele Jahre gab die Naturkatastrophe in der nahezu unbewohnten Region Sibriens der Wissenschaft Rätsel auf. Da keine Fragmente des explodierten Asteroiden entdeckt wurden, suchten Forscher und interessierte Laien nach anderen Erklärungsmöglichkeiten.

    Tunguska: Am 30. Juni 1908 explodierte ein 45-Meter-Asteroid über Sibirien

    Eine von ihnen war, dass aus dem Erdreich strömendes Methangas Ursache des dramatischen Geschehens sein könnte. Aber auch weit abenteuerliche Thesen machten die Runde: So wurde spekuliert, dass an der Unglücksstelle ein Schwarzes Loch auf die Erde getroffen sei. Sogar mit der Landung eines Ufos wurde das Tunguska-Ereignis in Verbindung gebracht. afp/AZ

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