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Salz
15.08.2018

Studie: Salz nicht so ungesund wie bisher erwartet

Wie viel Salz ist gesund? Darüber streitet aktuell die Wissenschaft.
Foto: Robert Günther, dpa (Symbolbild)

Salz sei ein Gesundheits-Risiko, hieß es bisher. Eine neue Studie behauptet aber etwas anderes. Es komme auf die Menge an, sagen kanadische Forscher.

Salz galt bisher eher als ungesund. Es erhöhe den Blutdruck und führe dadurch zu Schlaganfällen, hieß es. Kanadische Forscher schränken dieses Bild jetzt ein: Kampagnen zur Reduzierung von Salz seien nur in Ländern mit hohem Natriumkonsum, beispielsweise in China, sinnvoll. In anderen Ländern, wie den USA oder Großbritannien oder Deutschland, sei dies nicht zu empfehlen. Ihre Studie veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachblatt The Lancet.

Salz doch nicht gesundheitsschädlich - das sagen kanadische Forscher

Mehr als 90.000 Menschen aus 18 Ländern nahmen an der Studie teil. Konkret fanden die Forscher heraus, dass Bluthochdruck und Schlaganfälle in Folge eines zu hohen Natriumkonsums hauptsächlich in Ländern des asiatischen Raums aufreten. Dort führe die großzügige Verwendung von Sojasoße zu Natriumgehalten über fünf Gramm, beziehungsweise Salzmengen von über 12 Gramm. Die Wissenschaftler führten weiter aus, dass niedrige Salzwerte ebenso zu Herzinfarkten und Todesfällen führen könnten. Wie in den meisten Fällen liegt die richtige Menge in der Mitte.

Salz und Gesundheit: Wie viel Salz ist gesund?

Die Studie legt also nahe, dass Natrium einen positiven Einfluss auf die kardiovaskuläre Gesundheit haben kann. Die Frage ist dann: Wo liegt die richtige Menge? Was ist zu viel, was ist zu wenig?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, täglich etwa zwei Gramm Natrium zu sich zu nehmen. Das entspricht einer Menge von rund fünf Gramm Salz. Salz steht im Zusammenhang mit einem erhöhten Blutdruck, welcher wiederum mit Schlaganfällen in Verbindung gebracht wird. Die Empfehlungen zum Konsum von Salz sind im Alltag allerdings oft schwer umzusetzen. In Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Deutschland und den USA sei es nahezu sinnlos, solche eine Empfehlung auszusprechen, sagen die Experten. (AZ)

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