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Schimmel: Schimmel in der Wohnung kann gefährlich werden

Schimmel

Schimmel in der Wohnung kann gefährlich werden

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    Schimmelsporen brauchen zwar selbst keinen Tropfen Wasser, es reicht aber eine hohe Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent und aufwärts zum Wachsen.
    Schimmelsporen brauchen zwar selbst keinen Tropfen Wasser, es reicht aber eine hohe Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent und aufwärts zum Wachsen. Foto: Symbolbild: Andrea Warnecke (dpa)

    Schimmel in der Wohnung ist einfach nur eklig. Dunkle Flecken, ein muffiger Geruch - und das ist noch nicht alles. Denn der Schimmelbefall kann auch ein Risiko für die Gesundheit sein.

    Die Sporen von Schimmelpilzen befinden sich immer überall in der Luft. Und Nährstoffe für ihr Wachstum sind immer vorhanden, etwa in Holz und Farbe. Im Winter ist aber mehr Feuchtigkeit im Haus. Die Sporen brauchen zwar selbst keinen Tropfen Wasser, es reicht aber eine hohe Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent und aufwärts zum Wachsen.

    Wenn Schimmel in der Wohnung auftritt, muss reagiert werden. Frank Baranowski, Siegener Fachanwalt für Mietrecht, betont: "Der Mieter ist verpflichtet, diesen Schaden unverzüglich dem Vermieter anzuzeigen." Fotos, die den Schimmelbefall dokumentieren, können später wichtige Beweismittel werden. Der Befall von Schimmelpilzen kann ein Mietmangel sein.

    Schimmel im Winter: Frage nach Auslöser muss geklärt werden

    Wie Schimmel entsteht und wie man ihm vorbeugen kann

    Problem Feuchtigkeit: Schimmel kann sich bilden, wenn Feuchtigkeit vorhanden ist. Und Feuchtigkeit schlägt sich nieder, wenn die Wand zu kalt wird. Dies ist der einfache Zusammenhang. Experten sagen, dass der „Taupunkt“ unterschritten wird.

    Problem Sanierung: Schimmel entsteht oft, wenn neue Isolierglasfenster in ein ungedämmtes älteres Haus eingebaut werden. Die neuen Fenster sind luftdicht. Wenn nicht häufig gelüftet wird, fehlt der Luftaustausch. Gleichzeitig kühlen die ungedämmten Wände aus, sodass sich Feuchtigkeit niederschlägt und Schimmel entsteht.

    In einem ungedämmten Haus kann zum Beispiel bei minus zehn Grad Außentemperatur an den Innenwänden die Temperatur auf rund 14 Grad fallen, obwohl das Zimmer auf 20 Grad beheizt ist. Von dem Problem berichten der Eigentümerverband Haus & Grund und das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza).

    Gegenmaßnahmen: Gegen die hohe Feuchtigkeit im Innenraum hilft frische Luft. Bewohner sollten mehrmals am Tag stoßlüften. Es reichen jeweils rund fünf Minuten. Laut Stiftung Warentest sollte die Frischluft quer durch die Wohnung oder – von unten nach oben – durchs Haus wehen. Und: Das Bad immer gut heizen.

    Mieter müssen Schimmelbefall in der Wohnung nicht hinnehmen. Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbung in Berlin erklärt, bei Schimmel können Mieter eine Beseitigung der Schäden und je nach Ausmaß auch die Miete kürzen. Eine solche Mietminderung liege bei maximal 20 Prozent - vorausgesetzt natürlich, dass der Mieter den Schimmelbefall nicht selbst verursacht hat. Durch regelmäßiges Lüften und ausreichendes Heizen kann die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung und somit auf das Risiko eines Schimmelbefalls vermindert werden.

    Doch nicht nur Kochen oder Duschen erhöht die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung und das Risiko für Schimmel. Auch durch Mängel am Gebäude kann Nässe in die Wohnung eindringen. Vermieter sind für Schäden zuständig, die etwa durch defekte Dächer, Risse im Mauerwerk oder unentdeckte Rohrbrüche im Haus entstehen. Ausgewiesene Experten können feststellen, wer für den Schimmelbefall verantwortlich ist.

    Ein Gutachten kann klären, ob Mieter oder Vermieter den Schimmel und den entstandenen Schaden beseitigen muss. dpa/sh

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