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Spinnenart Dornfinger: Spinnenart Ammen-Dornfinger: Kein Grund zur Panik

Spinnenart Dornfinger

Spinnenart Ammen-Dornfinger: Kein Grund zur Panik

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    Panik in Berlin und Brandenburg: Die Dornfinger sind los! Doch die Spinnenart ist eigentlich kein Grund zur Panik.
    Panik in Berlin und Brandenburg: Die Dornfinger sind los! Doch die Spinnenart ist eigentlich kein Grund zur Panik. Foto: Symbolbild: Frank Rumpenhorst (dpa)

    Ihre Kieferklauen sind gut sichtbar, ein Teil des Körpers leuchtet in Orange und Rot. Die Ammen-Dornfinger sind Spinnen, die im Vergleich zu vielen anderen Spinen hierzulande allein optisch schon auffallen. Seit einiger Zeit häufen sich die Berichte über die Tierchen und ihre Bisse in Berlin und Brandenburg. Ursprünglich kommt die Spinne aus dem Mittelmeerraum - jetzt sind die Dornfinger auch in Norddeutschland vertreten.

    Vorsicht vor den Dornfingern, heißt es in den sozialen Medien, sie lauern im Gras und beißen selbst durch Jeans hindurch. Und sie sind auf dem Vormarsch. Diese Panikmache verärgert Experten. Ammen-Dornfinger seien auch anderswo in Deutschland verbreitet, wo hohes Gras wächst, und das auch schon seit einiger Zeit. In Berlin selbst, so bestätigt der Insektenkundler Jens Esser von der Entomologischen Gesellschaft "Orion", sei das Vorkommen der Spinne seit mindestens zehn Jahren dokumentiert.

    Ammen-Dornfinger: Seit den 1950ern in Deutschland daheim

    Seit den 1950er Jahren ist der Ammen-Dornfinger laut Naturschützern bereits in der Mark zuhause. Und er tut Menschen eigentlich nichts. Er sei noch nie von der Spinnenart gebissen worden, so Esser. Dazu müsse man schon eines der gut erkennbaren Gespinste öffnen und provozieren, dass eine Spinne ihre Eier verteidigt. Im Vorbeigehen im Gras von einem Dornfinger gebissen zu werden, ist laut Experten höchst unwahrscheinlich.

    Aber was, wenn der Dornfinger nun doch zubeißt? "Dann tut das weh, der Finger wird dick und in zwei Tagen ist es wieder vorbei", erklärt Biologe und Spinnenfachmann Karl-Hinrich Kielhorn. Nur in Ausnahmen könnte es zu Kreislaufproblemen kommen. Kielhorn findet es "unverantwortlich", dass die ungerechtfertigte Angst vor Spinnen hierzulande auch noch gefördert wird. Denn die Ammen-Dornfinger-Spinnen sind für den Menschen wirklich keine Gefahr. dpa/sh

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