Frauen sind einer Studie zufolge bei Autounfällen gefährdeter als Männer, da sich die Sicherheitsvorkehrungen in Fahrzeugen zu sehr nach dem Körperbau des Mannes richten. Zu diesem Schluss kam ein US-spanisches Forschungsteam in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Für ihre Untersuchung analysierten die Forscher Daten zu den Autounfällen in den USA in den vergangenen zehn Jahren. Demnach ist das Risiko, dass sich Frauen bei Unfällen verletzen, wenn sie einen Sicherheitsgurt tragen, um 47 Prozent höher als bei Männern.
Bein- und Fußverletzungen durch geringere Größe
Gründe dafür seien unter anderem, dass Kopfstützen nicht die Form und Größe weiblicher Nacken berücksichtigten, hieß es in der Studie. Zudem seien Frauen durch ihre im Durchschnitt geringere Körpergröße gefährdeter, sich Verletzungen an Beinen und Füßen zuzuziehen. Die Studie zweier Wissenschaftler der Universität von Virginia sowie einer spanischen Forscherin wurde in der US-Fachzeitschrift "Journal of Public Health" veröffentlicht. Die Autoren forderten darin ein Umdenken bei der Entwicklung der Sicherheitsvorkehrungen in Fahrzeugen. afp/AZ