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Angst vor Darmeinstülpung

13.05.2015

Trotz Kritik: Warum die Impfung gegen Rotaviren empfohlen wird

Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland hält an ihrer Empfehlung zur Rotavirus-Impfung fest.
Bild: Stephan Jansen/Archiv (dpa)

In Frankreich sind zwei Kinder an Darmeinstülpungen gestorben, die eine Rotavirus-Impfung bekommen hatten. Dennoch empfiehlt die Ständige Impfkommission die Impfung weiterhin.

Zwei Todesfälle in Frankreich stehen in zeitlichem Zusammenhang mit Impfungen gegen Rotaviren. Während das in Frankreich dazu geführt hat, dass der dortige zuständige Beirat die Impfempfehlung zurückgezogen hat, bleibt die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland bei ihrer Empfehlung. Die Sicherheitsaspekte auch bei der Rotaviren-Impfung werden von der STIKO gemeinsam mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ständig überprüft.

Darmeinstülpungen sind selten - Rotaviren sind sehr häufig

Die beiden Kinder, die in Frankreich in zeitlichem Zusammenhang mit der Rotavirus-Impfung gestorben sind, litten an Darmeinstülpungen. Laut dem PEI ist das kein Grund, die Impfempfehlung zurückzuziehen. Selbst mit dem zusätzlichen Risiko von ein bis zwei Darmeinstülpungen mehr pro 100.000 geimpfter Kinder, bleibt die Gefahr gering. Die Darmeinstülpung ist eine seltene Erkrankung und kommt vor allem innerhalb des ersten Lebensjahres vor. Eine zügige Behandlung führt laut PEI in der Regel zu einer schnellen Heilung auch ohne Operation.

Seit August 2013 wird die Rotavirus-Impfung in Deutschland als Standardimpfung bei kleinen Kindern empfohlen, denn Rotaviren sind die häufigste Ursache von Magen-Darm-Infektionen bei Kindern unter 5 Jahren. Bundesweit kommen wegen Rotaviren jährlich 20.000 Kinder ins Krankenhaus, erklärte das Robert-Koch-Institut. Die Ständige Impfkommission hält die Rotavirus-Impfung aus diesem Grund weiterhin für sinnvoll. dpa/sh

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