Viele Krankenhäuser verbieten es, dass Haustiere ihre Besitzer am Krankenbett besuchen. Das liegt an Hygienegründen. Das Universitätsklinikum Göttingen in Niedersachsen allerdings lässt Hunde auf der Palliativstation zu, wenn sie gesund sind und bislang mit den Patienten zusammengelebt haben. So können die Vierbeine ihre Herrchen als Ruhepol begleiten und emotional unterstützen.
Natürlich können die Hunde im Krankenhaus nicht einfach machen, was sie wollen. Die Zimmer auf der Palliativstation haben direkte Zugänge, sodass die Hunde über Terrassen zu ihren Herrchen und Frauchen gelangen können. Dadurch ist es möglich, dass Patienten ihre Lieblinge um sich haben, ohne andere zu stören. Weil Patienten im Krankenhaus ihre Lieben um sich haben wollen, ist dieser tierische Besuch in Göttingen möglich.
Haustiere im Krankenhaus sind selten erwünscht
Andere Krankenhäuser halten wenig von dieser Regelung. "In unserem Krankenhaus ist das Mitbringen von Haustieren nach Hygienevorschriften im Sinne der Patientensicherheit gänzlich untersagt. Ausnahmen bilden ausgebildete Begleithunde", erklärte zum Beispiel Sprecher Thomas Helmke vom Klinikum Wolfsburg. Im Einzelfall sollte der Kontakt zum Haustier ermöglicht werden, findet Marten Bielefeld von der Krankenhausgesellschaft Niedersachsen: "Grundsätzlich haben Tiere von Stationsbereichen fern zu bleiben, aber im besonderen Einzelfall kann davon abgewichen werden, wenn es die medizinische Behandlung zulässt." dpa/sh