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Wissenschaft: Touristen nerven Königspinguine

Wissenschaft

Touristen nerven Königspinguine

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    Ausflüge zu Königspinguinen sind bei Antarktis-Touristen sehr beliebt - für die Tiere aber können sie puren Stress bedeuten. Forscher haben Angst, dass das nun Auswirkungen hat.
    Ausflüge zu Königspinguinen sind bei Antarktis-Touristen sehr beliebt - für die Tiere aber können sie puren Stress bedeuten. Forscher haben Angst, dass das nun Auswirkungen hat. Foto: dpa

    Touristen und Forscher besuchen die Königspinguine in der Antarktis gerne, doch die Teire sind von ihren Beobachtern genervt. Das berichten Forscher im Fachjournal "BMC Ecology". Vor allem Pinguine, die nicht an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt seien, reagierten empfindlich selbst auf milde Störungen.

    Tourismus könnte Auswirkungen haben

    Der Antarktis-Tourismus und auch Forschungsprojekte könnten sich auf die Zusammensetzung der Kolonien auswirken, befürchten die Forscher. Pinguine mit empfindlicherer Natur würden verdrängt.

    Der Stress der Tiere wurde über die Messung des Herzschlags erfasst. Die Pinguine wurden zwei milderen Stressfaktoren ausgesetzt: einem "Touristen", der sich auf zehn Meter näherte und dann für eine Minute stehen blieb sowie dem Geräusch aufeinanderprallender Metallstangen. Zudem wurden die Tiere für drei Minuten eingefangen - um das typische Vorgehen von Forschern zu simulieren.

    Manche Pinguine deutlich gelassener

    An tägliche Störungen gewöhnte Pinguine reagierten wesentlich gelassener auf die Versuche als ihre Artgenossen in sonst ruhigen Gegenden: Ihr Herzschlag beschleunigte sich bis zu 80 Prozent weniger, wenn ihnen ein Mensch nahe kam oder metallische Geräusche zu hören waren. Allerdings schnellte die über einen Transmitter registrierte Herzschlagrate auch bei ihnen um rund 40 Prozent in die Höhe, wenn sie eingefangen wurden. In allen drei Ansätzen beruhigten sich die an Menschen gewöhnten Pinguine deutlich schneller wieder.

    Auch andere Studien kommen zu dem Ergebnis

    Studien mit anderen Arten der Region hätten ähnliche Ergebnisse gebracht. Untersucht werden müsse nun, ob sich die Tiere über die Jahre an die menschlichen Besucher gewöhnten - oder ob es eine Auswahl hin zu stressresistenteren Tieren gebe. Vor allem vor dem Hintergrund des massiv zunehmenden Tourismus in der Antarktis sei es eine wichtige Fragestellung, wie sehr der Mensch dort indirekt Einfluss auf die Entwicklung der Arten nimmt. (dpa)

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