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Aichach
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Aber wehe ein Parkplatz fehlt!

Aichach

Aber wehe ein Parkplatz fehlt!

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    Aber wehe ein Parkplatz fehlt!
    Aber wehe ein Parkplatz fehlt!

    Nun muss nicht jeder bei jedem Planungsdetail in Jubelstürme ausbrechen und sollte im nächsten Jahr im Vorfeld der Umsetzung seine Ideen, Vorschläge, Bedenken einbringen. Aber dabei bitte die Totschlagkeule "Parkplätze" zu Hause lassen! Das sind nämlich Argumente aus dem vergangenen Jahrtausend. Im 20. Jahrhundert musste sich in der Stadtplanung nahezu alles dem Automobil unterordnen. Dabei gehört die Innenstadt den großen und kleinen Menschen, die dort wohnen, einkaufen, flanieren, arbeiten, leben, spielen. In anderen Städten scheint die Kommunalpolitik da schon weiter zu sein. Aichach ist sicher nicht bereit für eine Revolution. Aber will sie am Status quo (Parkplatz über alles) festhalten? Hoffentlich nicht, denn dann würde sich diese lebenswerte Kleinstadt mit Flair, ihrer Zentralfunktion für die Region und ihrer neuen Süd-Öffnung (Milchwerk-Geschäftsquartier) viele Chancen buchstäblich von immer größeren Vehikeln zustellen lassen. Es gibt Städte, die wollen die Autos aus der Innenstadt verdrängen und stattdessen Fußgängern und Radfahrern überlassen. Zugegeben, das ist Schwarz-Weiß-Denken. Wie (fast) immer gibt es auch dort am Ende einen Kompromiss. Aber es ist gut, in Sachen Verkehr revolutionär zu denken. Wegen zwei oder drei Parkplätzen weniger das Tandlmarkt-Konzept infrage zu stellen, ist dagegen ein Rückschritt. Georg-Robert Jung, Sprecher der FW-Fraktion, hat ja zum Schluss der Weihnachtssitzung ein Zitat von Birgit Breuel vorgetragen: "Wer in die falsche Richtung läuft, sollte nicht das Tempo erhöhen."

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