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Aichach-Friedberg: Affings Bürgermeister Rudi Fuchs tritt zurück

Aichach-Friedberg

Affings Bürgermeister Rudi Fuchs tritt zurück

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    Nun steht es fest: Affings Bürgermeister Rudi Fuchs, seit acht Monaten im Krankenstand, kehrt nicht in sein Amt zurück.
    Nun steht es fest: Affings Bürgermeister Rudi Fuchs, seit acht Monaten im Krankenstand, kehrt nicht in sein Amt zurück. Foto: Carmen Jung

    Seit acht Monaten konnte Rudi Fuchs, Bürgermeister der Gemeinde Affing, sein Amt nicht mehr ausüben. Der 57-Jährige, der seit 2002 die Geschicke der Gemeinde leitete und den die Bürger bei der Kommunalwahl 2014 mit knapp 70 Prozent im Amt bestätigt hatten, ist krank.

    In jüngster Zeit war in Affing, das in der Nacht auf Christi Himmelfahrt von einem Tornado heimgesucht worden war, immer öfter von Neuwahlen die Rede. Nun steht fest: Es wird so kommen.

    Am Montagabend um kurz vor 21 Uhr versandte Fuchs eine Pressemitteilung, in der er seinen Rücktritt erklärt. Darin heißt es: „Um langfristig den geordneten Geschäftsgang der Gemeinde und damit auch die Fortführung wichtiger anstehender Aufgabenstellungen nicht zu behindern, habe ich meine Versetzung in den Ruhestand als 1. Bürgermeister beantragt. Der Gemeinderat hat der Ruhestandsversetzung zugestimmt.“

    Fuchs verweist auf seine Ärzte, denen zufolge er seine Tätigkeit als Bürgermeister „ohne weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht mehr ausüben“ könne.

    Fuchs akzeptierte den Strafbefehl

    Fuchs bezeichnet vor allem die vergangenen zwei Jahre als „für mich und meine Familie sehr belastend“. Wie berichtet, hatte das Amtsgericht Aichach im August eine Freiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung und eine Geldbuße wegen Untreue und Beleidigung gegen den Affinger Bürgermeister verhängt. Fuchs akzeptierte den Strafbefehl.

    Er hatte zwei Firmen Gewerbesteuern gestundet – eine bis dahin in Affing übliche Praxis. Der Gemeinde entstand kein Schaden. Das Gericht argumentierte aber, dass das Gemeindevermögen in Gefahr gewesen sei. Im September trat Fuchs vom Amt des stellvertretenden Landrats zurück.

    Fuchs stellte in seiner Erklärung am Montagabend klar: „Die Motivation (...) war immer die Sorge und der Schutz von örtlichen Arbeitsplätzen, der Erhalt, die Stärkung und die mögliche Erweiterung von Betriebsstandorten im Gemeindegebiet.“ Doch er räumt ein: „Diese Verfahrensweise war ein Fehler und ist rechtlich falsch.“

    Seit Fuchs krank ist, führt sein Vertreter Markus Winklhofer die Geschäfte.

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