Sonntag, 23. Juli 2017

22. September 2014 11:02 Uhr

Aichach

Aichacher Kunstpreis für Heng Li aus China

178 Künstler wollten ihn haben. Am Ende macht beim Aichacher Kunstpreis einer das Rennen, der es schon mehrmals vergeblich versucht hat

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Der Chinese Heng Li erhält den 21. Kunstpreis der Stadt Aichach. Das Foto zeigt (von links) Birgit Cischek, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen, Bürgermeister Klaus Habermann, Preisträger Heng Li mit Ehefrau Su Chen und den Vorsitzenden des Kunstvereins, Jakob Steinberger.
Foto: Erich Echter 

Aichach Der Chinese Heng Li erhält den 21. Kunstpreis der Stadt Aichach für sein transparentes Gemälde „Die Ruhe vor dem Sturm“. Der Künstler lebt und arbeitet in Haar. Er hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach um den Kunstpreis beworben. Dass Kunst hier viele Freunde hat, machten gestern die zahlreichen Besucher deutlich, die aus ganz Bayern angereist waren.

Das Kunstwerk, für das sich die Jury entschied, zeigt auf den ersten Blick wogendes Gras bis zum Horizont – eine Ebene oder Steppenlandschaft, die in Afrika, Amerika, Asien oder anderswo sein könnte. Es erweckt den Eindruck eines Untergangsszenarios oder aber von Licht, das sich seine Bahn bricht und gegen das Gewölbe am Himmel stemmt.

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Künstler Heng Li nennt es „Die Ruhe vor dem Sturm“. Er hat es in drei Wochen langer Arbeit in Öl gemalt. Heng Li wurde 1979 in Urumqi geboren, der Hauptstadt der autonomen Provinz Xinjiang im westlichen China. Heng Li zufolge ist es die weltweit am weitesten von einem der Meere entfernte Stadt, nämlich 2000 Kilometer.

Er befasste sich bereits als Kind mit Kalligrafie und Malerei. Mit 16 Jahren studierte er an der zentralen Akademie der Bildenden Künste in Peking, mit 20 ging er nach St. Petersburg. Seit 2002 ist er in Deutschland.

Zuerst studierte er in München, dann in Nürnberg an der Akademie der Bildenden Künste. In Nürnberg lernte er seine Frau Su Chen kennen, die gestern bei der Preisverleihung dabei war.

Vorsitzender Steinberger freute sich, dass viele der im SanDepot ausstellenden Künstler gestern dabei waren. Unter den Gästen weilten Bürgermeister Klaus Habermann, Kulturreferent Stefan Stocker, Dritter Bürgermeister Karl Heinz Schindler und die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen, Birgit Cischek.

Cischek unterstrich, dass die Förderung des Kunstvereins lange Tradition hat: „Die Verleihung des Aichacher Kunstpreises bringt überregionale Künstler nach Aichach.“ Für Bürgermeister Klaus Habermann ist der Kunstbegriff vielschichtig: „Kunst muss nicht jedem gefallen. Sie darf anecken und soll anregen, man soll sich mit ihr auseinandersetzen.“ Dass sich heuer 178 Künstler beworben hätten, sei für die Stadt ein Ritterschlag. Lobende Worte gab es auch für Steinberger und Andrea Viebach für ihr Engagement bei der Vorauswahl und Präsentation der Ausstellung. (ech)

Ausstellung Sie ist bis 19. Oktober samstags, sonn- und feiertags von 14 bis 18 Uhr im SanDepot zu sehen.

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