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Einweihung: Aindling investiert in seine Zukunft

Einweihung

Aindling investiert in seine Zukunft

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    Auch die Aindlinger Schüler und Schülerinnen trugen zur Einweihungsfeier ihrer Schule bei. Mit schwungvollen Tänzen, so wie hier mit den Regenschirmen, belebten sie das Nachmittagsprogramm.
    Auch die Aindlinger Schüler und Schülerinnen trugen zur Einweihungsfeier ihrer Schule bei. Mit schwungvollen Tänzen, so wie hier mit den Regenschirmen, belebten sie das Nachmittagsprogramm.

    Aindling Der Andrang war gewaltig. Die Menschen aus Aindling und der Umgebung wollten erleben, wie ihre neue Grundschule eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben wird. Die Marktgemeinde hat dafür richtig Geld in die Hand genommen: Zwei Millionen kostete es, die maroden Gebäude aus den 1950er- und 60er-Jahren auf den Stand von heute zu bringen. Knapp 800 000 Euro kamen aus Zuschüssen des Konjunkturpakets II.

    „Das Schulwesen gehört zweifellos zu den wichtigsten Aufgaben einer Kommune. Hier investieren wir buchstäblich in unsere Zukunft“, sah Bürgermeister Tomas Zinnecker dieses Geld bestens angelegt. „Trotz der Sanierung der Ortsdurchfahrt und des Ratshausbaus haben wir bei unseren Bildungseinrichtungen nicht gespart. Wir haben uns sogar entschlossen, weit über die energetische Sanierung hinaus zu investieren“, sagte Zinnecker und dankte allen, die sich hier eingebracht haben. Ein ansprechendes Rahmenprogramm hatten die Grundschullehrerinnen mit ihren Klassen erarbeitet. „Viele Hände halfen z’am, damit das Bauwerk auch gelang. Wir Kinder sind auch ganz froh, so schön lernt man doch nirgendwo“, reimte die Klasse 3a. Architekt Wolfgang Obel war ganz begeistert von den Grundschülerinnen und -schülern: „Ihr bringt richtig Power rein. Ihr zeigt’s den Alten, die da hinten sitzen. Die Rathauseinweihung war ja nichts gegenüber dem, was hier abläuft“, scherzte der Architekt und wurde ernst: „Da sieht man die Wertigkeit.“

    Wer sich die Mühe machte, die Meinungen von Lehrerinnen und Vertretern des Elternbeirats in Zwiegesprächen zu erfahren, der hörte immer wieder einen Namen: Bernhard Hierdeis. Immer wieder habe ihn „das Zuhörenkönnen“ ausgezeichnet. Auch habe der Konrektor manche Anregung aus Lehrerschaft und Elternbeirat gegenüber den Entscheidungsträgern im Gemeinderat gut und überzeugend vertreten.

    In den Klassenzimmern roch es nach Plastik

    Seine Fähigkeit zum Zuhören prägte auch seine Rede. Hierdeis hatte festgestellt, dass die jetzige vierte Klasse noch in die alte Grundschule gegangen war. Er hatte die Kinder nach den Unterschieden zum neuen Gebäude befragt und Erstaunliches erfahren: „In den Klassenzimmern roch es früher nach Plastik“, hatten sie erzählt. „Die Rollos schlossen nicht, sodass Sonnenlicht durchschimmerte. Im Klo stank es gewaltig und in den Rohren dort hat es manchmal unheimlich gegluckert. Es gab nicht einmal Umkleidekabinen für die Turnhalle“, wollte die Liste der Unzulänglichkeiten kein Ende nehmen.

    Hierdeis selbst dankte der Gemeinde für die große Investition. „Sie hat die Voraussetzung dafür geschaffen, dass hier moderner Unterricht stattfinden kann“, sagte der Rektor. Er erhielt von der Lehrerschaft einen Blumenstrauß und symbolisch jenen Schlüssel aus den Händen von Bürgermeister Tomas Zinnecker, den ihm zuvor Wolfgang Obel überreicht hatte. Monika Hahn, Elternbeirats-Vorsitzende der Schulen am Lechrain Aindling, erweiterte die in dieser Feier ausgesprochenen Dankadressen: Es sei unvorstellbar, was die Putzfrauen hier geleistet hätten. Außerdem hob sie die Leistung des Aindlinger Bauhofs, namentlich von Christian Büchl hervor. „Sie waren immer zur Stelle, wenn wir sie brauchten“, sagte Hahn.

    Die Tanzvorführungen der Schüler in den neu gestalteten Außenanlagen spülten die Regengüsse zurück in die Turnhalle. Dicht gedrängt verfolgten hier die Gäste ein erneut buntes Programm. Der Elternbeirat sorgte für warme Mahlzeiten, für Kaffee und reichlich Kuchen. Da saß zum Beispiel Maria Bichler am Tisch mit ihrer Enkelin Miriam, die hier die Schulbank drückt. „Hier bin ich auch schon zur Schule gegangen“, sagte Maria Bichler und erzählt: „Das war nämlich in den Anfangsjahren auch eine landwirtschaftliche Berufsschule.“

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