Friedberg Alkoholisierte Jugendliche in Friedberg sorgen derzeit für Schlagzeilen und Gesprächsstoff. So ist am Donnerstagabend in einer internen Nachbesprechung bei der Stadt Thema, wie die Situation im Umfeld der Tiefgaragen-Party am Faschingsdienstag nach einem Massenansturm eskalieren konnte. Verärgert zeigte sich Fraktionsvorsitzender Wolfgang Rockelmann (Parteifreie Bürger/SPD) im Kulturausschuss darüber, dass ein Supermarkt in der Nachbarschaft der Party Alkohol im Freien verkauft hat. "Schlichtweg eine Sauerei", meinte Rockelmann dazu. Bürgermeister Dr. Peter Bergmair kündigte in der Sitzung an, dass in Ruhe besprochen werde, "ob und wie die Tiefgaragen-Party weiter bestehen kann".
Es waren Hunderte teils alkoholisierte junge Leute, die am Faschingsdienstagabend für Probleme in der Ludwigstraße sorgten. Hingegen verwies Stadträtin Elisabeth Micheler-Jones im Ausschuss auf Schwierigkeiten mit einer kleinen Gruppe Jugendlicher, die sich üblicherweise im Stadtpark trifft, aber im Winter teilweise in den Eingangsbereich von Stadtbad und -halle ausweicht. "Ein Mädchen hat mir auf die Schuhe gespuckt", nannte Micheler-Jones ein Beispiel dafür, dass sich angetrunkene Jugendliche dort daneben benehmen. Man traue sich dort fast nicht mehr hin, so die Stadträtin.
Bereits vor einigen Wochen wurde das Thema u. a. mit Hausmeister, Gebäudemanagement und Jugendpflege besprochen. Bei der Stadt entschied man sich daraufhin nach Auskunft von Pressesprecher Frank Büschel gegen ein grundsätzliches Hausverbot für die Jugendlichen. Bei Bedarf können die Hausmeister aber den Jugendlichen einen "Platzverweis" erteilen.