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Bei den Stolbergs hat das Christkind viel zu tun

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Bei den Stolbergs hat das Christkind viel zu tun

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    Die gesamte Familie zu Stolberg im Sommer diesen Jahres von links Maximilian, Theresia, Vater Christoph, Mutter Elisabeth mit Marguerite-Marie, Bernadette, Sebastian und vorne Georg, Leo, Liesi und Ferdinand. Foto: Christoph Stolberg
    Die gesamte Familie zu Stolberg im Sommer diesen Jahres von links Maximilian, Theresia, Vater Christoph, Mutter Elisabeth mit Marguerite-Marie, Bernadette, Sebastian und vorne Georg, Leo, Liesi und Ferdinand. Foto: Christoph Stolberg Foto: Christoph Stolberg

    Marguerite-Marie ist mit eineinhalb Jahren das jüngste Kind. Gemeinsam mit ihrer Schwester Liesi ist sie bei Mama Elisabeth. Gemeinsam wird der Adventskranz gebunden. Dafür haben sie bei den Spaziergängen im Wald und aus dem Garten Zweige gesammelt. Das Adventskranzbinden hat bei den Stolbergs Tradition und ist ein Familienprojekt.

    Einer der Schlittenfahrer ist hingefallen, hat sich am Kopf gestoßen und schnell springt Mama zu ihm und tröstet ihn. In der elfköpfigen Familie, ist immer etwas los und trotzdem ist von Hektik und Unruhe keine Spur. Es geht alles Hand in Hand. Jeder übernimmt Aufgaben und freut sich auf Weihnachten. In den Adventswochen werden die Plätzchen gebacken, die es aber erst ab dem Heiligen Abend gibt. Der wird bei den Westheimern besonders schön gefeiert. Vom zweitältesten Sohn Sebastian (20) wird ein großer Christbaum selbst geschlagen. An Weihnachten werden dann im "Christkindzimmer", dem Salon, die Fenster zugehängt und der Durchgang zur Küche verschlossen. Am Tag zuvor darf jeder, der ein Geschenk für den anderen hat, dieses in den Korb vor der Salontür geben, damit die Engel es unter den Christbaum legen können.

    Die Großen in der Familie legen viel Wert darauf, dass es für die Jüngsten schön ist. Es ist alles sehr heimlich und sehr wichtig. Am Weihnachtstag selbst gehen alle in die Kindermette am Nachmittag. Wieder zu Hause angekommen zieht sich jeder festlich an und alle finden sich im Klavierzimmer ein, singen gemeinsam Lieder und erst wenn ein Glöckchen klingelt, stürmen sie ins Wohnzimmer.

    Ganz besonders die Augen der Kleinen leuchten, denn dort steht der deckenhohe Weihnachtsbaum. Darunter liegen die hübsch verpackten Geschenke und Papa liest aus der Bibel die Weihnachtsgeschichte vor. Und endlich gibt es die ersehnten selbstgebackenen Plätzchen. Der festliche Abend ist noch lange nicht zu Ende, denn die meisten der Stolberg-Kinder sind Ministranten. Und so gehen alle gemeinsam nachts in die Christmette. Tags darauf freuen sich die Stolbergs auf das Festessen mit Rehrücken, Preiselbeermarmelade und Spätzle. Eine elfköpfige Familie, die Harmonie und Zufriedenheit ausstrahlt und die den familiären Gedanken in herkömmlichem und modernem Sinne positiv nahe bringt.

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