Startseite
Icon Pfeil nach unten
Aichach
Icon Pfeil nach unten

Gericht: Betrunkener randaliert in Aichacher Kirche

Gericht

Betrunkener randaliert in Aichacher Kirche

  • |
  • |
  • |
    Amtsgericht.
    Amtsgericht. Foto: Alexander Kaya

    Vor rund drei Monaten hatte er in Aichachs Stadtpfarrkirche randaliert. Nun stand ein 42-Jähriger in der Kreisstadt vor dem Amtsgericht. Allerdings war er nicht nur angeklagt, weil er betrunken in der Kirche Kerzenständer und Lesepult umgeworfen hatte, sondern auch weil er in einem Supermarkt gestohlen hatte. Richter Thomas Konopka verurteilte den vorbestraften Mann wegen Diebstahls, Betrugs und Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung.

    Schuld an der ganzen Misere war in den Augen des Angeklagten der Alkohol. Dem hat er nach eigener Aussage inzwischen jedoch abgeschworen und vor Kurzem erfolgreich eine Therapie beendet. Ohne Verteidiger neben sich saß der 42-Jährige auf der Anklagebank, räumte die Taten ein und versuchte reichlich flapsig, sein Fehlverhalten zu erklären.

    Um Alkohol kaufen zu können, hat der Aichacher in einem Supermarkt neun Wasserflaschen gestohlen. Anschließend leerte er sie aus und wollte danach das Pfand kassieren. Begründung: "Meine Frau hat mir damals nichts gegeben." Doch seien das Hausverbot und die bezahlte Fangprämie von 100 Euro Strafe genug gewesen.

    Eine Woche nach dem Diebstahl und Betrug war er erneut betrunken in Aichach unterwegs. Etwa 2,1 Promille stellten Polizisten nach der Randale (500 Euro Schaden) in der Stadtpfarrkirche fest. Vor Gericht sprach der 42-Jährige von einem "zweiten Gesicht", das er im betrunkenen Zustand gehabt habe. Aus Frust wegen seiner Arbeit habe er sich an dem Tag so gehen lassen, warum er in die Kirche gegangen sei, wisse er nicht mehr. Inzwischen habe er sich mit Vertretern der Kirche ausgesprochen.

    Eine Auflage des Richters: Der Aichacher muss 120 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Konopka: "Sie sollten zeigen, dass Sie nicht nur gemeinschaftliche Gegenstände beschädigen können, sondern auch der Gemeinschaft helfen."

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden