Aichach. Im Aichacher Stadtmuseum wurde am Samstag die Sonderausstellung zur Kapfhamer-Krippe eröffnet. Bürgermeister Klaus Habermann zeigte sich begeistert: "Die Krippe dokumentiert ein Stück Aichacher Zeit und Familiengeschichte." Die Szenen präsentieren sich durch eine ausgeklügelte Aufmachung für den Besucher als echte Augenweide. Verantwortlich dafür sind die Ausstellungsarchitekten, Hermann und Werner Plöckl. Hermann Plöckl war in seinen jungen Jahren oft bei der Familie Kapfhamer.
Bekannte Künstler eingebunden
In fünf Vitrinen sind die Szenen aufgebaut. Biblische Landschaften nach Beschreibungen aus den Evangelien sind auf Leinwand gedruckt und geben jeder Szene besonderes Flair. Das Gebirge von Judäa, Bethlehem und seine Hirtenfelder sowie große Bögen und Säulen des Tempels erheben sich im Hintergrund.
Die dominanteste Szene ist die Geburt Christi mit den Verkündigungsengeln, den Hirten und den Heiligen Drei Königen sowie deren Kamelkarawane. Hier legten die Fachleute Wert auf ein großes landschaftliches Panorama.
Der Bürgermeister sagte: "Die Kapfhamer Krippe ist ein Begriff für die Aichacher, für die Menschen aus Stadt und Land" Er ist sicher, dass die Ausstellung bei manchen Besuchern Kindheitserinnerungen wachrüttelt. Erstmals zu sehen war die prachtvolle Hauskrippe, die Therese Reithmeier einst sammelte, 1932 im alten Elektrizitätswerk an der Martinstraße. Bereits damals waren zwei Augsburger Künstler, ein Bildhauer und ein Kunstmaler, eingebunden, um die biblischen Ereignisse zu präsentieren.
Das Bayerische Fernsehen berichtete am gestrigen Sonntag in der Sendereihe "Schwaben und Altbayern" über die Ausstellung im Stadtmuseum. Zur Präsentation kamen auch die Nachfahren des ehemaligen Gutsbesitzers und Stadtrats Fritz Kapfhamer, der seine Hauskrippe 1932 dem Aichacher Museum als Leihgabe zur Verfügung stellte. Sichtlich begeistert waren die Söhne des Leihgebers, Werner und Fritz Kapfhamer, von der Präsentation.
Habermann erinnerte daran, dass Museumsleiter Christoph Lang und die Mitglieder des Freundeskreises viel Herzblut eingebracht hatten. Lobende Worte gab es für Juliana Haindl, Günther Hartl, Hermann Winkler, Kaspar Friedl, Franz Friedl, Horst Lechner und Projektleiter Manfred Listl. (ech)
Die Ausstellung ist bis 6. Februar zu sehen und immer donnerstags, sonntags und an den Adventssamstagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet.