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Renovierung: Bischof Zdarsa weiht die Johanneskapelle

Renovierung

Bischof Zdarsa weiht die Johanneskapelle

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    Ist wieder ein Schmuckstück geworden: die Johanneskapelle in Pöttmes. Bischof Konrad Zdarsa wird sie am 13. Mai weihen.
    Ist wieder ein Schmuckstück geworden: die Johanneskapelle in Pöttmes. Bischof Konrad Zdarsa wird sie am 13. Mai weihen. Foto: Johann Eibl

    Pöttmes Hoher Besuch hat sich für Sonntag, 13. Mai, in Pöttmes angesagt. Zur Wiedereröffnung der Johanneskapelle wird Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa erwartet. Er wird um 20 Uhr ein Pontifikalamt in der Pfarrkirche feiern, zusammen mit den Gläubigen einen Rosenkranz beten und dann zur Kapelle ziehen, um sie zu weihen.

    Pfarrer Thomas Rein und Teresita Freifrau von Gumppenberg, die sich beide sehr für die Renovierung engagierten, schätzen diesen Besuch. „Das ist eine Würdigung“, sagten sie gestern unisono bei einem Pressegespräch. Die Arbeiten an der Kapelle auf dem Marktplatz bezeichneten sie als einen Riesenkraftakt. Künftig können in diesem kleinen Gotteshaus 100 Gläubige Platz finden. Teresita Freifrau von Gumppenberg betonte im Gedenken an ihren vor wenigen Tagen verstorbenen Ehemann: „Er hat so gehofft, dass er es erleben kann.“

    Pfarrer Rein schilderte die Entwicklung, die dazu führte, dass die Kapelle mit immensem Aufwand hergerichtet wurde. Im September 2003 unternahm er mit einer Gruppe von Pöttmesern eine Wallfahrt nach Fatima. Dort entstand der Gedanke, man könne auch zu Hause Fatimatage abhalten. Von dieser Reise brachten Johannes Freiherr von Gumppenberg und seine Gattin eine geschnitzte Statue mit, die während der dreijährigen Bauphase in der Schlosskapelle ihren Platz hat, ehe sie in gut zwei Wochen in der Johanneskapelle aufgestellt wird.

    Die erste Kostenschätzung war ein Schock

    Nach der Rückkehr von der Wallfahrt wurden Stimmen laut, man solle die Kapelle renovieren. Die Kostenschätzung in Höhe von 500000 Euro wirkte zunächst wie ein Schock. Der Dachstuhl erwies sich als morsch. Darum teilte vor gut drei Jahren die Bischöfliche Finanzkammer mit: „Eine sofortige Sperrung der Johanneskapelle aufgrund enormer Schäden in der Dachstuhlkonstruktion ist unumgänglich.“ Heute kann man sagen: Die Arbeiten sind abgeschlossen, abgesehen von Kleinigkeiten. Und die Finanzierung ist längst in trockenen Tüchern. Die Pfarrei sammelte 140000 Euro Spenden. „Das war schon eine Leistung“, staunte der Pfarrer: „Es gab Leute, die dahinter standen. Da braucht man so Motoren wie die Frau Baronin.“

    Für das Gebäude waren insgesamt 435000 Euro nötig, weitere 35000 Euro wurden für die Instandsetzung des über vier Meter hohen Bildes am Hochaltar ausgegeben. Es zeigt die Geburt Christi, trägt den Namen „Anbetung der Hirten“ und wurde 1717 von Franz Hagen geschaffen. Bei diesem Bild fielen allein 100 Arbeitsstunden für das Nähen an. Ein Maler aus Rain und eine Firma aus München schlossen sich bei den Arbeiten zusammen.

    Rund eine Viertelmillion Euro erhielt Pöttmes aus der Kirchensteuer, die bayerische Landesstiftung steuerte 57000 Euro bei und die Marktgemeinde 20000 Euro. Weitere Gelder werden von Landkreis, Bezirk und vom Landesamt für Denkmalschutz erwartet. Pfarrer Rein betont, dass mit der Renovierung der Gebetsstätte der Marktplatz zusätzlich aufgewertet werde.

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