Nur 59 Bürger der Gemeinde Affing, darunter rund 20 aus Gemeinderat und Verwaltung, interessierten sich für den Bericht von Bürgermeister Rudi Fuchs in der zentralen Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle. „So viel hatten wir allein in Haunswies, als die Versammlungen noch in den Ortschaften stattfanden“, fand Gemeinderat Josef Engelschalk einen Grund für den mangelnden Zustrom. Zumal zu den Dauerbrennern wie Nordumfahrung, Westumfahrung und Flugplatz eine einzige Wortmeldung in der Diskussion zu hören war.
„Wieso brauchen wir eigentlich ein neues Rathaus? Wir haben doch damals nur abgestimmt, dass dieser Platz für ein solches Gebäude freizuhalten sei“, kritisierte der Affinger Peter Moll den Tatendrang des Gemeinderates. Rudi Fuchs darauf: „Wenn nun die Planungen fortgeführt werden, dann ist dieser Vorentwurf längst kein fester Fahrplan.“ Monika Bucher aus Haunswies fragte, ob der von Architekt Lux vorgestellte Entwurf der endgültige sei, was Fuchs verneinte. „Warum muss es so groß sein?“, wollte Monika Bucher wissen. Raumvolumen und Platzbedarf gäben Anforderungen wie etwa der Sitzungssaal vor, antwortete der Bürgermeister: „Wir liegen nicht über dem, was vergleichbare Gemeinden haben.“ Paul Moll kritisierte die 50000 Euro, die allein für die Planung des Rathauses im Etat 2012 vorgesehen seien. Rudi Fuchs erinnerte an die Dynamik des Prozesses im Affinger Ortskern. Das alte Feuerwehrhaus diene mittlerweile drei Vereinen als Lager beziehungsweise als Treffpunkt, die Schlossökonomie werde teilweise neu errichtet. „Da ist es legitim, dieses Geld für Planungen einzusetzen“, so Fuchs. Außerdem habe der Gemeinderat selbst weitere Gelder für Detailplanungen gestrichen.
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