Obergriesbach Die Zukunft des ehemaligen Schulgebäudes in Obergriesbach ist nach wie vor offen. In den nächsten Wochen könnte aber eine Vorentscheidung fallen. Bei einem zweiten Infoabend präsentierte die Projektgruppe im Gemeinschaftshaus 70 Bürgern den Stand ihrer Überlegungen. Nach den Schulferien will das Gremium dem Gemeinderat ein Ergebnis seiner monatelangen Arbeiten übergeben.
Eine knappe Mehrheit stimmte beim Infoabend dafür, das Schulhaus abzubrechen und Kindertagesstätte sowie Gemeindekanzlei in einem neuen Gebäude unterzubringen. Die übrigen Besucher plädierten für den Erhalt des Schulhauses, das seit eineinhalb Jahren nicht mehr zum Unterricht genutzt wird.
Um vielen Bürgern der Gemeinde Obergriesbach die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung kundzutun, können sie diese bis Montag, 26. März, via Internet mitteilen. Die Adresse: www.obergriesbach.de. Unter „Aktuell“ klicken die Nutzer die Rubrik „Zukunft des Schulhauses“ an. Dort können sie für einen der beiden Vorschläge stimmen oder eigene Ansichten abgeben.
Wie Stefan Wieke, Sprecher der Projektgruppe, gegenüber den AN erklärte, wolle man sich am 28. März treffen und über die Auswertung der „Abstimmung“ reden. Die Ergebnisse sollen veröffentlicht werden. Wieke, Ingenieur für die Planung von Öl- und Gaspipelines, stellt sich das weitere Vorgehen so vor: „Unsere Überlegung ist, dass wir die Ergebnisse in einer Sitzung des Gemeinderats übergeben. Das wird sicher erst nach den Ferien sein.“ Danach werde sich die zehnköpfige Projektgruppe auflösen.
Wieke betonte erneut, dass die Entscheidung beim Gemeinderat liegt, der sich möglicherweise zu einer anderen Lösung durchringt. Seine Gruppe habe sich viele Gedanken gemacht: „Es sind Empfehlungen, die wir basisdemokratisch ermittelt haben.“ Ein breites Spektrum der Bevölkerung habe man erreicht, von neu zugezogenen Familien bis hin zu alt eingesessenen Bürgern, „sodass der Gemeinderat eine gute Basis hat.“ Daher sei das Ergebnis als „einigermaßen repräsentativ“ anzusehen.
Die Diskussion zieht sich schon viele Monate hin. 2010 beschloss der Gemeinderat, das Gebäude für gut 1,5 Millionen zu sanieren, um es danach vielfach zu nutzen. Nicht zuletzt aufgrund dieses Betrags regte sich großer Widerstand. Es kam zum Bürgerentscheid, der zur Folge hatte, dass der Beschluss des Gemeinderats aufgehoben werden musste.