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Bundesfreiwilligendienst: Das Rote Kreuz braucht dringend neue Helfer

Bundesfreiwilligendienst

Das Rote Kreuz braucht dringend neue Helfer

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    Das Rote Kreuz im Kreis braucht neue Leute. Dazu informierten (von links) Konrad Kormann, Clara Aletsee und Thomas Winter.
    Das Rote Kreuz im Kreis braucht neue Leute. Dazu informierten (von links) Konrad Kormann, Clara Aletsee und Thomas Winter. Foto: Philine Lietzmann

    Ab August steht die Rettungswache, des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Aichach vor einem Personalproblem. Dann wird sie keine Helfer mehr haben, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. Neue Bewerbungen für die Stellen: null. Die Rettungsmannschaft wird zwar ihre Einsätze fahren, doch sie muss auf zwei Paar helfende Hände verzichten.

    So gestaltet sich die Situation im gesamten Landkreis Aichach-Friedberg. Daher sucht das BRK dringend nach Freiwilligen, die im Rettungs-, Fahrdienst oder in der Tagespflege ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) absolvieren wollen. Der BFD hat im Oktober den verpflichtenden Zivildienst abgelöst und kann auch von frauen absolviert werden.

    So wie Clara Aletsee. Die 19-Jährige aus Dasing ist seit sechs Monaten beim BRK-Rettungsdienst in Aichach. Sie erzählt: „Mir war es wichtig zu sehen, wie es ist, jeden Tag arbeiten zu gehen.“ Das Erlebnis hat sie geprägt: „Wenn man sich dazu entscheidet, muss man sich bewusst sein, dass man in schwere Situationen kommt“, sagt Aletsee. Sie hat gelernt: „Wenn man mit Menschen arbeitet, trägt man immer auch Verantwortung.“ Durch die ausführliche Einführung sei das kein Problem: „Man geht alles ganz langsam an, fährt zuerst Krankentransporte und dann sammelt man Erfahrungen im Krankenwagen.“ Heute fährt sie selbst mit Blaulicht und Sirene zu Rettungseinsätzen, wobei ihr noch immer ein Helfer zur Seite steht.

    Vor ihrer Entscheidung, ein FSJ zu machen, nutzte Aletsee in den Schulferien die Gelegenheit, in die Arbeit der Rettungswache „hineinzuschnuppern“ und ein paar Mal im Rettungswagen mitzufahren. Heute bekennt sie: „Ohne diese Erfahrung hätte ich es nicht gemacht.“

    Ein paar Schichten des Rettungsdienstes mitzufahren oder auch im Sozialdienst mitzuarbeiten, ist für Unentschlossene generell möglich, erklärt Konrad Kormann, Wachleiter des BRK in Aichach und Pöttmes. Hinterher können Interessierte sich endgültig entscheiden, ob sie sich bewerben möchten. Bisher hat Thomas Winter, der Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis, nur gute Erfahrungen mit den Freiwilligen gemacht: „Sie sind engagiert und ehrgeizig und viele junge Leute freuen sich, dass sie bei uns Verantwortung übernehmen dürfen.“

    Informationen zu BFD und dem FSJ gibt es auf der Webseite des BRK

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