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Umweltschutz: Die Kapellenbauer sind zurück

Umweltschutz

Die Kapellenbauer sind zurück

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    Die Vorstandsmitglieder der wiederbelebten Bürgerinitiative (v.l.): Lucia Märdauer, Stefan Maile, Bernhard Reißner, Johann Biehler, Sibylle Allesch (Vorsitzende), Bernhard Katschke, Elisabeth Sedlmair, Diana Lohner und Markus Bürge.
    Die Vorstandsmitglieder der wiederbelebten Bürgerinitiative (v.l.): Lucia Märdauer, Stefan Maile, Bernhard Reißner, Johann Biehler, Sibylle Allesch (Vorsitzende), Bernhard Katschke, Elisabeth Sedlmair, Diana Lohner und Markus Bürge. Foto: Foto: privat

    Inchenhofen Die Bürgerinitiative (BI) „zur Rettung des Lebensraumes im Gemeindegebiet des Marktes Inchenhofen“ ist zurück. Am Donnerstag hat die Mitgliederversammlung dem Verein wieder Leben eingehaucht – nach mehreren Jahren Pause. 40 Mitglieder wählten im Inchenhofener Schützenheim einen neuen Vorstand.

    Neue Vorsitzende ist Sybille Allesch aus Inchenhofen. Wie sie sagt, steht ihr ein Vorstandsteam aus jungen, engagierten und naturbewussten Menschen zur Seite. Alleschs Vorgänger Anton Moll kommentiert: „Das ist ein wirklicher Neuanfang.“

    Unter der Führung Molls hatte die BI viel geleistet. Gegründet hatte sich der Verein 1992. Damals wollte der Landkreis eine Schlackedeponie bauen. An allen Standorten, die in Frage kamen, formierte sich Widerstand. In Betracht kam auch das Roßmoos bei Inchenhofen. Dabei hatte der Kreis die Rechnung ohne die BI gemacht, die für den Erhalt des Niedermoors zwischen der Kerngemeinde und Ortsteil Unterbachern kämpfte. Ihr größter Coup war dabei die Kapelle im Roßmoos, die die Mitglieder in der Nacht auf den 1. Mai 1992 bauten. Ein Priester weihte die kleine Kirche sofort nach der Errichtung, sodass sie der Mülldeponie im Weg stand.

    In der vergangenen Dekade war um die BI Ruhe eingekehrt. Das Augsburger Registergericht musste den alten Vorstand heuer sogar auffordern, wieder aktiv zu werden oder den Verein aufzulösen. Weil sich um Allesch und ihre Kollegen ein Kern formierte, der den Ball wieder ins Rollen bringen wollte, entschied man sich fürs Weitermachen.

    „Wir sind jederzeit bereit, Themen aufzugreifen“, sagt Allesch nach dem Neuanfang. Das soll aber keine Drohung an Bürgermeister und Landrat sein. Es gibt kein Bauprojekt wie die Schlackedeponie, gegen das der neue Vorstand vorgehen will.

    Der Schutz des Roßmooses steht im Vordergrund. „Es ist unser Anliegen, diesen Lebensraum ins Bewusstsein der Leute zu bringen“, erklärt Allesch. Der Verein möchte den Bürgern der Gemeinde zeigen, wie wertvoll die natürlichen Räume um Inchenhofen sind. Dabei sollen laut der Vorsitzenden Erwachsene und Kinder angesprochen werden.

    Zudem ist es dem neuen Vorstand wichtig, das Andenken an die Gründungszeit der Bürgerinitiative zu bewahren. An der Kapelle im Roßmoos fehlen noch heute Hinweise auf deren Ursprünge. Das soll sich laut Allesch ändern.

    Außerdem versteht sich die BI bei umweltpolitischen Themen als unabhängiger und neutraler Ansprechpartner, der nicht von Parteiinteressen geleitet ist. „Wenn die Bürger an einem Thema interessiert sind, werden wir uns bemühen, gute Informationen dazu bereitzustellen“, berichtet die Vorsitzende.

    Konkrete Angebote bietet die Initiative aber noch nicht. Allesch bezeichnet das erste Jahr nach der Pause als „Jahr der Entwicklung“, in dem sich der neue Vorstand erst finden muss. An einer Sache lässt sie aber keinen Zweifel: „Nächstes Jahr im Mai ist das 20-jährige Jubiläum der Kapelle, dann wird man wieder von uns hören“.

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