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Maria im Elend: Ein Stück Ruhe und Frieden

Maria im Elend

Ein Stück Ruhe und Frieden

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    In Maria im Elend begann die Wallfahrtssaison 2012.
    In Maria im Elend begann die Wallfahrtssaison 2012. Foto: Johann Eibl

    Baar Den 1. Mai kann man auf vielerlei Weise begehen. Als Tag der Arbeit etwa. In der Gemeinde Baar ist dieser Termin stets rot unterstrichen. Nicht so sehr um irgendwelche weltlichen Feiern zu begehen, vielmehr wird zu Beginn des Marienmonats die Wallfahrtssaison in Maria im Elend offiziell eröffnet.

    Von der Mehrzweckhalle in Baar bewegte sich der Zug der Pilger in Richtung Süden, an den Waldrand, wo die Kapelle Maria im Elend steht. In vorderster Reihe sah man wieder – auch das ein Stück Tradition – Josef Ruisinger, der das Kreuz trug. Ganz am Ende hatte sich ein Mann im Rollstuhl eingereiht, daneben sah man Mütter mit Kinderwagen. Es gibt eben viele Anlässe, um Segen zu erbitten.

    Es waren wieder einige Hundert Gläubige, die den Wonnemonat auf diese Weise eröffneten. Darunter sah man mit Leonhard Kandler und Florian Reiter auch den Bürgermeister und Stellvertreter von Baar sowie Josef Neff. Der Vorsitzende des Kameraden- und Soldatenvereins ist mit seinen Leuten in den nächsten Wochen wieder gefordert, wenn es gilt, die Kameraden- und Soldatenwallfahrt am Pfingstmontag, 28. Mai, zu organisieren. Dann wird alles eine Nummer größer ablaufen. Dafür sorgen allein schon die rund 100 teilnehmenden Vereine.

    Auf der Ostseite der Kapelle hatte am Dienstag Mesner Egon Christl einen Altar aufgebaut. Zur Feier des Tages stellte er eine alte Madonna aus dem Jahre 1757 auf, die sich im Privatbesitz befindet. Während dieser Vorbereitungen wurde in der Kapelle ein Rosenkranz gebetet. Beim Gottesdienst spielte Paul Barl aus Neukirchen die Orgel. Die Sitzgelegenheiten am Waldrand waren schnell vergeben, einige Besucher behalfen sich mit Klappstühlen.

    Die Eucharistiefeier begann mit dem Lied „Maria, Maienkönigin“. Pfarrer Werner Ehnle aus Thierhaupten versicherte: „Zu ihr dürfen wir vertrauensvoll kommen.“ In seiner Predigt informierte der Geistliche auch darüber, dass die Uni Augsburg gerade dabei ist, einen Kirchenführer zu Maria im Elend zu erstellen: „Ich habe das Manuskript schon gelesen, es ist sehr vielversprechend.“ Die Kapelle selber sei auch ein Kirchenführer, zu uns selber, zu Maria und zu Jesus Christus. Pfarrer Ehnle wünschte den vielen Menschen, die im Laufe der nächsten Monate, wieder hier herkommen, ein Stück Ruhe und Frieden.

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