Nur fünf Teilnehmergruppen waren überhaupt zur Preisverleihung eingeladen worden. Das Projekt der Kreisjugendfeuerwehr war darunter das einzige aus Bayern. Innenminister Thomas de Maizière hatte elf Delegationsmitglieder aus dem Wittelsbacher Land in Berlin geehrt. Beteiligt am Projekt waren natürlich weit mehr als diese elf Leute.
Gemeinsam mit zahlreichen Nachwuchs-Brandschützern wurde nun gemeinsam der Erfolg gefeiert. Bockemühl erinnerte daran, dass es ein Riesenakt gewesen sei, das Projekt auf die Beine zu stellen. Entstanden sei es aus einer fixen Idee und gewachsen sei es dann fast schneller, als ihm eigentlich lieb gewesen war. Die Ehrung von Innenminister Thomas de Maizière habe der Arbeit der Jugendfeuerwehr Auftrieb verliehen. Die Nachwuchssorgen im Ehrenamt seien inzwischen unübersehbar. Bockemühl wünschte sich intensivere Lobbyarbeit. Für die Mitglieder des Kreisfeuerwehr-Jugendausschusses hatte er die Urkunde vervielfältigt und jedem überreicht. Zum Gratulieren waren auch Landratsstellvertreter Matthias Stegmeir und Dasings Bürgermeister Erich Nagl gekommen. In dessen Gemeinde hatte im Sommer der Aktionstag unter dem Motto "Retten kann jeder … bei uns lernen!" stattgefunden.
Der erste Teil der Rettungskette ist unverzichtbar
Der erste Teil zielte auf die Bürger selbst. Denn: Retten kann jeder. Als erster an einem Unfallort, kann jeder die Unfallstelle absichern, einen Notruf absetzen und die Verletzten betreuen. Dieser erste Teil der Rettungskette ist unverzichtbar, da es ohne Ersthelfer keine professionelle Hilfe geben kann. Jeder Besucher des Aktionstages konnte die ersten drei Schritte in der Retter-Olympiade ausprobieren. Der zweite Teil "… bei uns lernen!" stand für die Nachwuchsarbeit in der Feuerwehr und ihren Partner-Organisationen. Denn auch in Zukunft werden viele professionelle Retter benötigt, die den Bürger Ersthelfer unterstützen. Daneben gab es eine Schauübung, Geschicklichkeitsspiele mit schweren Rettungsgeräten und zahlreiche Infostände der verschiedenen Organisationen.
"Wir wollten mit diesem Aktionstag auch demonstrieren, dass die verschiedenen Hilfsorganisationen Hand in Hand arbeiten, um eine bestmögliche Hilfeleistung für die Bevölkerung zu garantieren", fasste Bockemühl das Konzept zusammen. Während des Aktionstages nutzten viele aktive Jugendfeuerwehrler die Chance, die Prüfung zur Deutschen Jugendleistungsspange abzulegen.