Aichach Die Nachbarn im Hinterhof stehen beisammen und reden. Es gibt viel zu reden an diesem Montag. In ihrem Wohnblock an der Gartenstraße ist am Sonntagnachmittag ein Mann durch einen Schuss aus einer Polizeiwaffe gestorben. Viele der Hausbewohner haben davon erst im Radio erfahren. Anders Nikola Sertic.
Er hat den tödlichen Schuss selbst gehört. Und er hat gesehen, was davor passierte. Ein 47-Jähriger aus dem Nebenhaus war mit seinem jüngeren Nachbarn, Ramazan Öncü, in Streit geraten. Dieser hatte sein Auto im Hinterhof geparkt. Darüber regte sich der 47-Jährige auf. „Dabei hat er selber gar kein Auto“, sagt Sertic.
Doch wegen der geparkten Autos habe der 47-Jährige öfter vom Fenster herunter gemeckert. Einsam sei er gewesen und psychisch krank, oft sei er nachts verwirrt umhergelaufen. „Ein armer Hund“, sagen die Hausmitbewohner im Hinterhof. Doch während anderswo in der Gegend öfter die Polizei kam, hätten die Beamten noch nie wegen ihm ausrücken müssen.
Am Sonntag mussten sie es. Denn da schnappte sich der Mann nach Angaben von Ramazan Öncü eine Axt und ging damit auf ihn los. Was danach geschah, ist bereits der zweite unnatürliche Todesfall in einem Haus der Aichacher Baugenossenschaft in rund einem Jahr.
Was danach geschah, was die Nachbarn beobachtet haben und wie die Aichacher Polizei mit dem Vorfall umgeht, lesen Sie im Bayernteil und im Lokalteil in den Aichacher Nachrichten (Montagsausgabe).
Bei uns im Internet finden Sie ein Video zum Thema.