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Fast ein halbes Jahrtausend

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Fast ein halbes Jahrtausend

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    Tochter Gabriele, Vater Hans und Sohn Johannes Ellwanger sind die drei Geschäftsführer. Foto: Ercin Özlü
    Tochter Gabriele, Vater Hans und Sohn Johannes Ellwanger sind die drei Geschäftsführer. Foto: Ercin Özlü Foto: Ercin Özlü

    Seit 121 Jahren führt nun die Familie Ellwanger das Unternehmen - mit Erfolg. Wie schon zahlreiche Familien vor ihnen wussten sie mit allen Schwierigkeiten umzugehen und formten aus einer ehemaligen Schlosserei ein florierendes Handelshaus. Jetzt, im Jahr 2010, vollzieht sich schon der vierte Generationenwechsel. Geschäftsführer der Firma Ellwanger sind Vater Hans Ellwanger, Tochter Gabriele und Sohn Johannes. Nach und nach sollen die Aufgaben des Seniors auf die Kinder übergehen, erzählt der 37-jährige Johannes Ellwanger.

    Noch ist der Vater hauptverantwortlicher Geschäftsführer, die Tochter kümmert sich um die Finanzen und das Controlling, der Sohn ist zuständig für Personal und die EDV. Sobald sich der Senior zurückzieht, wird die nächste Generation das Ruder übernehmen. Mit der Doppelspitze wird die Familie Neuland betreten, das gab es bisher noch nicht.

    Johannes Ellwanger zufolge ist das der Firmengröße geschuldet. "Wir haben mittlerweile ein Handelsunternehmen mit einer Verkaufsfläche von 7000 Quadratmetern. Die vielfältigen Aufgaben, die sich daraus ergeben, kann eine Person alleine gar nicht schultern", meint der Juniorchef.

    Doppelspitze als Antwort auf vielfältiges Aufgabenspektrum

    Die Firma bleibt aber unter der Leitung der Familie, damit setzt sich die Tradition fort, die mit dem Urgroßvater von Johannes Ellwanger - Johann Ellwanger - begann. Dieser arbeitete erst in der Schlosserei seines Bruders in Hohenwart mit, ehelichte im Jahr 1889 die Witwe Maria Haas und heiratete damit in die Schlosserei am Unteren Tor in Schrobenhausen ein.

    Er war es auch, der den Grundstein für den Erfolg der nachkommenden Generationen legte. Denn Johann Ellwanger kaufte 1904 einen Teil der Pfarrkirchenwiese, dem späteren Ostring: So konnte sein Nachwuchs später auch expandieren. Am Unteren Tor betrieb die Familie die Eisenwarenhandlung, am Ostring die Schlosserei. Der heutige Juniorchef sieht die lange Geschichte weder als Belastung noch als Erfolgsgarantie für die Zukunft. "Das Jubiläum von 450 Jahren war jetzt ein Anlass zurückzuschauen, aber wir leben nicht mit dem Blick in den Rückspiegel", sagt Johannes Ellwanger. Er habe großen Respekt vor den Errungenschaften. Aber jede Generation stehe vor anderen Herausforderungen. "Das Internet verändert unser Leben wie der Buchdruck damals im 15. Jahrhundert", erklärt er. Daher müsse sich auch der Familienbetrieb darauf ausrichten.

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