Aichach-Oberwittelsbach Dampf abgelassen haben die Führungskräfte der Aichacher Feuerwehr bei der Jahreshauptversammlung, was das neue Feuerwehrhaus angeht (eigener Bericht). Außerdem ging es im Gasthof Burghof in Oberwittelsbach aber auch um die üblichen Regularien. Neben Bürgermeister Klaus Habermann waren auch 14 Mitglieder des Stadtrats in den Burghof nach Oberwittelsbach gekommen, ebenso Kreisbrandrat Ben Bockemühl. Außerdem wurde Klaus Laske, Vorsitzender des TSV Aichach, als Ehrengast begrüßt.
Wie wichtig eine Feuerwehr ist, das wurde nicht zuletzt am Tag der Versammlung offenkundig. Fünfmal mussten die Floriansjünger am Dienstag ausrücken. Im Jahr 2011 waren insgesamt 260 Einsätze zu verzeichnen, wie Kommandant Michael Sieber darlegte. 183-mal handelte es sich dabei um technische Hilfeleistung. 76-mal wurde die Feuerwehr zu Bränden gerufen. Ein Einsatz war eine Sicherheitswache. 2507 Kameraden waren insgesamt 2859 Stunden im Einsatz, listete Sieber auf. Dazu kamen 4669 Ausbildungsstunden.
Sieber informierte ausführlich über das Geschehen im vergangenen Jahr, auch über die Zusammentreffen, wenn es nicht galt, zu löschen oder technische Hilfe zu leisten. Wichtig war dem Kommandanten der Hinweis auf die Jugendfeuerwehr, die im März aus der Taufe gehoben werden soll. Vom neuen Kreisbrandrat wünscht sich Sieber einen fairen und sachlichen Umgang: „Das war in der Vergangenheit nicht der Fall.“
Vorsitzender Heinz Neumaier beklagte einen leichten Schwund bei den Mitgliedern und berichtete von einem Reinerlös über 7000 Euro für die Japanhilfe. Außerdem erklärte der Vorsitzende: „Bei der Jahreshauptversammlung 2013 sind Neuwahlen. Ich werde, wie längst angekündigt, nicht mehr kandidieren. Ich habe in 50 Jahren Ehrenamt viel Idealismus investiert, aber auch Geld mitgebracht. Ich wünsche mir und der Wehr einen Vorsitzenden, der es besser macht.“
Bürgermeister Klaus Habermann nannte die Wehr ein „echtes Kapital für eine Stadt“. Kreisbrandrat Ben Bockemühl versicherte: „Wir brauchen Experten, die wir in Aichach haben.“ Der neue Kreisbrandrat betonte, im vergangenen Jahr hätten die Feuerwehren im Landkreis nachweislich 124 Personen das Leben gerettet und 250 weitere Personen aus lebensbedrohlichen Lagen befreit. "Seite 1