Aindling Das gab es beim Weinfest der Aindlinger Liedertafel noch nie: Temperaturen wie in einer lauen Juli-Nacht versüßten nicht nur Merlot und den Dornfelder, sondern machten beim Verzehr der gegrillten Sau die kühle Halbe Bier zum Muss. „Wir haben bereits um 9 Uhr das dritte Fass angezapft. Das hatten wir noch nie“, konnte sich auch Josef Schwab an kein ähnliches Weinfest erinnern.
Wieder einmal war die Halle im Hof von Karl und Centa Erhard, beim Schreierbauern in Hausen, bis zum letzten Platz gefüllt. Zufriedene Gesichter gab es aus diesem Grund beim Vorsitzenden Josef Schoder und seinen Mitstreitern von den Liedertaflern.
Sängerinnen preisen Sambusa an
Mittlerweile zum festen Ritus gehören die „Hütchen“, die Sängerinnen im Dirndl von Tisch zu Tisch als Häppchen anpriesen und verkauften. Sie heißen eigentlich Sambusa, und es handelt sich dabei um afrikanische Maultaschen, eine Spezialität der Liedertafelsängerin Yvette Mateso.
Auf dem Weinfest gab es sie in den Geschmacksrichtungen pikant und deftig. Da musste beispielsweise Jürgen Fuchs nach dem ersten Biss ins scharf gewürzte afrikanische Gebäck kräftig durchatmen. Seine ansonsten so sonore Bassstimme hätte aufgrund der Schärfe wohl einen kleinen Aussetzer gehabt, wenn denn in diesem Moment gesungen worden wäre.
Die Unterhaltung bei diesem Weinfest kommt jedoch traditionell tatsächlich von den Gästen selbst. Es darf geratscht werden – ohne musikalische Berieselung.
Zwiebelkuchen und andere Delikatessen
Das ist eine der vielen Zutaten für das Erfolgsrezept zum Weinfest der Liedertafel Aindling neben den Delikatessen wie Zwiebelkuchen oder den Südtiroler Brotzeiten in der liebevoll dekorierten Halle mit Buschenschenken-Atmosphäre. (mgw)